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Anlagethema des Monats

Im stetigen Wandel der Finanzmärkte präsentieren wir Ihnen hier jeden Monat ein neues Anlagethema. Wir berichten darüber, was uns im vergangenen Monat bewegt hat und wo wir Veränderungen erwarten.

Für detailliertere Auskünfte oder die ausführliche Publikation «Anlagebarometer» kontaktieren Sie bitte Ihren Anlageberater.

2019

November

Psychologische Fallen beim Anlegen – Emotionen sind kein guter Kompass

Beim Anlegen gibt es einige psychologische Fallen, welche dem Anleger das Leben schwer machen können. Dabei kann man zwischen emotionalen und kognitiven Verzerrungen unterscheiden. Vor allem die emotionalen Verzerrungen – beispielsweise Angst und Gier – können zu unklugem Anlageverhalten führen und so das Risiko erhöhen, was im schlimmsten Fall zu Verlusten führt. Aus diesem Grund sind Emotionen meist kein guter Kompass für Anleger.

Was versteht man unter Verlustaversion? – Beispiel für eine emotionale Verzerrung
In schlechten Börsenzeiten wird eine der häufigsten Verzerrungen sichtbar: Anlagen, die in die falsche Richtung laufen, werden erst viel zu spät verkauft. Grund hierfür ist, dass Verluste beim Menschen viel grössere Gefühle auslösen als Gewinne. In Experimenten konnten Wissenschaftler nachweisen, dass Verluste etwa doppelt so starke Gefühle auslösen wie ein Gewinn desselben Betrags. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich Anleger nur ungern von den Verlustpositionen trennen, denn erst beim Verkauf wird aus dem Buchverlust ein realisierter Verlust. Oft führt das dazu, dass gute Positionen zu früh und schlechte Positionen zu spät verkauft werden. Kann diese Verzerrung minimiert werden, gibt es automatische Mechanismen? Ja, es gibt Möglichkeiten.

Die Verlustaversion ist nicht der einzige Stolperstein für Anleger. Nachfolgend finden Sie einen kleinen Ausschnitt aus den häufigsten Fallstricken, welche in unserem monatlichen Anlagebarometer genau beschrieben werden.

  • Verlustaversion (Loss Aversion) – emotionale Verzerrung
  • Rückwärtsgerichtete Verzerrung (Hindsight Bias) – kognitive Verzerrung
  • Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) – kognitive Verzerrung
  • Status-quo-Verzerrung – emotionale Verzerrung

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Anlageberater stehen Ihnen zur Abklärung konkreter Investitionsmöglichkeiten gerne zu Verfügung.


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Rino Odermatt
Portfolio Advisory​



Oktober

Was ist das KGV einer Aktie?

  • Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine Kennzahl zur Bewertung von Aktien
  • Je niedriger das KGV, desto attraktiver erscheint die Aktie
  • Ein niedriges KGV bedeutet aber nicht in jedem Fall eine Gewinnchance

Kaufen oder verkaufen? Ist eine bestimmte Aktie gerade günstig zu haben, oder liegt sie über ihrem Wert? Mit Fragen wie diesen ringen Anleger tagtäglich. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis einer Aktie ist eine von mehreren Kennzahlen, die für Bewertungen herangezogen werden können. Konkret drückt das KGV einer Aktie aus, in welchem Verhältnis der aktuelle Kurs zum Jahresgewinn pro Aktie steht. Ein KGV von 10 bedeutet, dass es zehn Jahre dauert, bis ein Unternehmen den Wert seiner Aktien als Gewinn erwirtschaftet hat.

Das KGV ermöglicht Bewertungsaussagen zu Einzelaktien oder Aktienindizes. Zudem können unterschiedliche Branchen oder Regionen miteinander verglichen werden. Je niedriger das KGV einer Aktie, desto attraktiver oder günstiger erscheint sie im Vergleich. Ein niedriges KGV verspricht nicht in jedem Fall eine Gewinnchance. Es kann auch ein Warnzeichen sein, denn der Markt schaut oft weiter in die Zukunft als gegenwärtige Einschätzungen.

Alleine das KGV für Anlageentscheidungen heranzuziehen, wäre bei weitem nicht ausreichend oder sinnvoll. Anleger sollten weitere Aspekte wie das Firmenmanagement, Trends, technologische Fortschritte, die Konjunktur-, Zins- und Inflationserwartungen oder die wirtschaftspolitischen Bedingungen einer bestimmten Region berücksichtigen.



Bei Fragen steht Ihnen Ihr persönlicher Anlageberater gerne zur Verfügung.


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Steve Pochop
Teamleiter Portfolio Management / Advisory​



September

Der Industriesektor ist aktuell aufgrund seiner anhaltend negativen Dynamik in aller Munde. Erst vor kurzem haben wir uns dazu entschieden, die Investitionen in diesem Sektor abzubauen um das Risiko eines Vermögensverlustes zu reduzieren. Doch was genau hat uns zu diesem Schritt bewegt?

Industriesektor
Der Industriesektor umfasst alle greifbaren Produkte, welche nicht der Fischerei oder der Land-/Forstwirtschaft entspringen.

Einhergehend mit der Globalisierung haben viele Industrie-Firmen ihre Produktion in kostengünstigere Länder, wie zum Beispiel China, ausgelagert. Aufgrund der höheren Importzölle, bedingt durch den Handelskrieg, leiden die Gewinne der Industrie-Unternehmen (Grafik 1).


Hinzu kommt die Unberechenbarkeit des Handelskonflikts, welche auf das Gemüt der Firmen drückt. Während der Einkaufsmanagerindex im Dienstleistungssektor aktuell noch robust ist und auf eine gute Dynamik hindeutet, leuchtet jener des Industriesektors rot und prognostiziert weltweit schrumpfende Geschäfte (Grafik 2). Die bereits angeschlagenen Firmen des Industriesektors dürften somit auch in naher Zukunft keine Erholung erfahren.


Änderung in der Taktik
Basierend auf der beschriebenen Entwicklung und den gesamtwirtschaftlichen Daten befindet sich der Industriesektor weltweit momentan in einer Rezession. Die globale Abkühlung der Konjunkturdynamik ist sicherlich ein Hinweis darauf, dass der schwache Industriesektor die Entwicklung der Weltwirtschaft negativ beeinflussen dürfte.

An dieser Stelle darf jedoch nicht vergessen werden, dass der Industriesektor weltweit nur noch einen vergleichsweisen kleinen Teil des gesamten Bruttoinlandprodukts ausmacht (Grafik 3). Da die weltweiten Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors noch starke Werte aufweisen und die Konsumentenstimmung anhaltend gut ist sind wir aktuell der Überzeugung, dass eine flächendeckende, globale Rezession ausbleibt.


Unter den aktuellen Umständen kann es sich deshalb lohnen das im Industriesektor investierte Vermögen zu reduzieren.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für konkrete Empfehlungen steht Ihnen Ihr persönlicher Anlageberater gerne zur Verfügung.  


 
 
 
 
 
 
 
Nico Reckermann
Portfolio Advisory​

August

Was ist Fiskalpolitik?

  • Die Fiskalpolitik ist ein wirtschaftspolitisches Instrument des Staates
  • Ziel des Werkzeuges: Stabilisierung der Konjunkturschwankungen, hoher Beschäftigungsgrad und eine konstante Inflation
  • Klassische Instrumente einer expansiven Fiskalpolitik: Erhöhung der Staatsausgabe und Reduktion der Steuern

Was ist Fiskalpolitik
Die Fiskalpolitik ist Teil der Finanzpolitik. Sie gestaltet und steuert mit allen zur Verfügung stehenden fiskalischen Massnahmen Konjunktur und Wachstum. Regierungen setzen fiskalpolitische Massnahmen ein, um den Konjunkturpfad des eigenen Landes stabil und nachhaltig zu gestalten.

Ziele der Fiskalpolitik
Neben einem stabilen Konjunkturpfad sind eine gleichmässige Inflation und ein hoher Beschäftigungsgrad die Ziele fiskalpolitischer Massnahmen. Eine schwächere Konjunktur kann durch expansive Fiskalpolitik belebt werden. Zusätzlich kann dadurch die Nachfrage gesteigert werden.

Folgen von fiskalpolitischen Massnahmen
Die Folgen beschränken sich aber nicht nur auf eine gesteigerte Nachfrage, sondern sollen auch die konjunkturellen Schwankungen eines Landes ausgleichen. Unter anderem sind die klassischen Instrumente der expansiven Fiskalpolitik die Erhöhung der Staatsausgaben oder Steuersenkungen. Steuersenkungen zielten darauf ab, dass privaten Verbrauchern mehr Mittel für die Konsumausgaben zur Verfügung stehen. Hingegen erhöht es bei Unternehmen vermehrt die Investitionsbereitschaft und trägt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei. Jede Massnahme die zu neuen Jobs oder höheren Einkommen führt, steigert Konsum und Nachfrage. Ergänzend hat der Staat die Möglichkeit über Infrastrukturprojekte und Vergabe öffentlicher Aufträge wirtschaftliche Tätigkeiten zu fördern und das Volkseinkommen zu erhöhen. In der heutigen Zeit stehen fiskalpolitische Massnahmen an der Tagesordnung und beeinflussen die Finanzmärkte.


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Steve Pochop
Teamleiter Portfolio Management / Advisory​

Juli

Wie wird der Preis einer Immobilie bestimmt?

  • Zwischen dem wahren Wert einer Liegenschaft und deren Preis muss unterschieden werden
  • Der Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahre macht Gewerbeimmobilien wieder interessant
  • Immobilienfonds bieten für den privaten Investor eine Möglichkeit in Immobilien zu investieren

Im Grunde regeln Angebot und Nachfrage den Preis einer Immobilie. Jedes Haus ist aber individuell und auf seine Art und Weise einzigartig. Zusätzlich existiert keine zentrale Börse, an welcher Immobilien direkt gehandelt werden. Dadurch ist es keine leichte Aufgabe, den wahren Wert einer Liegenschaft zu schätzen. Der Wert muss somit aus der Kombination verschiedener Faktoren geschätzt werden, wodurch klar wird, dass zwischen dem wahren Wert einer Liegenschaft und deren Preis unterschieden werden muss.

Investitionen in Immobilien
Über die letzten 5 Jahre konnten Wohnimmobilien durchschnittlich einen 2.5% höheren Kapitalgewinn als Gewerbeimmobilien verzeichnen. Der Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahre führte zu einem Bauboom im Wohnimmobilienbereich. Die dadurch entstandene, vergleichsweise hohe, Leerstandsquote in der Schweizer Wohnungslandschaft dürfte sich jedoch negativ auf die Mietzinserträge und Liegenschaftspreise der Wohnimmobilien auswirken (Grafik 1). Derselbe liess aber auch neue Firmen aufkommen und bestehende wachsen, wodurch die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien gesteigert wurde. Das dürfte sich künftig auf die Liegenschaftspreise und Mietzinserträge der Gewerbeimmobilien positiv auswirken.

Immobilienfonds

Durch ungenügende Mittel für eine angebrachte Diversifikation ist es Investoren oft nicht möglich, direkt in Immobilien zu investieren. Es besteht jedoch die Möglichkeit Kapital in Immobilienfonds anzulegen. Die fortbestehenden Mietverhältnisse dieser haben den zusätzlichen Vorteil, dass Immobilienfonds kaum von den negativen Auswirkungen der hohen Leerstandsquote betroffen sind. 


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Anlageberater stehen Ihnen zur Abklärung konkreter Investitionsmöglichkeiten gerne zu Verfügung.


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Nico Reckermann
Portfolio Advisory​



Juni

 Warum ist Gold wertvoll?

  • Der Globale Wirtschaftsmotor fängt an zu stottern
  • Die Endlichkeit von Gold macht das Edelmetall wertvoll und interessant
  • Durch Gold kann die Diversifikation eines aktienorientierten Portfolios erhöht werden

Nicht nur Zentralbanken sind an Gold interessiert, sondern auch private Anleger schätzen es, das Edelmetall in physischer Form zu halten und somit etwas Handfestes zu besitzen. Durch das steigende Interesse verschiedenster Sektoren der Industrie am Reinelement wird dessen Förderung zusätzlich vorangetrieben (Grafik 1). Das Edelmetall, jedoch, ist nur endlich vorhanden, was es wertvoll und interessant macht.


Warum soll Gold im Depot sein?
Auch wenn Gold für den Investoren keine Zinsen abwirft, steht es aufgrund seiner Endlichkeit für Werterhaltung. Darüber hinaus weist das Edelmetall eine schwache Wechselbeziehung zu anderen Vermögenswerten auf, wodurch die Attraktivität für den Anleger weiter gesteigert wird. Eine Goldquote führt zu einer besseren Diversifikation eines aktienorientierten Portfolios und hilft dessen Stabilität in Zeiten erhöhter Schwankungen am Finanzmarkt zu steigern.

Was spricht für eine Goldquote und wie stehen wir zum Edelmetall?
Nach der Finanzkrise von 2008 haben die Notenbanken den Finanzmarkt mit günstigem Geld geflutet, was zwangsläufig zu höheren Realwerten und Aktienkursen führte. Diese steigende Tendenz der Aktienindizes über das letzte Jahrzehnt dürfte aber vor einem Wendepunkt stehen; Der globale Wirtschaftsmotor fängt an zu stottern. Die Abkühlung der Weltwirtschaft wird die Gewinne in einzelnen Sektoren schrumpfen lassen. Dies könnte wiederum in einer Rezession resultieren, welche dann Druck auf die Aktienmärkte ausüben wird. Dies spricht für Anlageklassen mit tiefer Korrelation zum Aktienmarkt. Wir sind der Meinung, dass Gold ein guter Diversifizierer ist und Portfolio-Verluste in Zeiten von Marktstress lindern kann. 

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Steve Pochop
Teamleiter Portfolio Management / Advisory

 

Mai

«Sell in May and go away»

  • Nach dem starken Jahresauftakt ist die Redewendung «Sell in May and go away» wieder in aller Munde
  • Die Redewendung bezieht sich wahrscheinlich auf einen alten Brauch von Händlern und Bankier
  • Studien haben gezeigt, dass es ratsamer ist über das ganze Jahr investiert zu bleiben, anstatt im Mai zu verkaufen

Die meisten bekannten Aktienindizes sind wieder kurz vor einem neuen Allzeithoch. Gleichzeitig ist die alte Börsenweisheit «Sell in May and go away, but remember to come back in September» zurzeit wieder in aller Munde. Wir haben diese saisonale Strategie mit einer Kaufen-und-Halten-Strategie im SPI verglichen.

Woher stammt die Redewendung «Sell in May and go away, but remember to come back in September»?
Der Ausdruck «Verkaufe im Mai, aber vergiss nicht, im September wieder zu kaufen» stammt vermutlich von einem alten englischen Sprichwort: «Verkaufe im Mai, aber vergiss nicht, am St. Leger’s Day wiederzukommen». Dieser Satz bezieht sich auf einen alten Brauch von Händlern und Bankiers, welche die Stadt London verlassen haben und während der heissen Sommermonate aufs Land geflohen sind. Der St. Leger’s Day bezieht sich auf die St. Leger’s Stakes, ein Rennen mit reinrassigen Pferden, welches Mitte September ausgetragen wurde. Somit kehrten die Händler und Bankiers nach den Pferdewetten auf das Börsenparkett zurück.

Ist die Strategie für den breiten SPI geeignet?
Es gibt Untersuchungen, die bestätigen, dass die Renditen währen des Winterhalbjahres höher sind als jene des Sommerhalbjahres (siehe Grafik). Es handelt sich dabei aber um keinen regionalen Sondereffekt. Diese Tatsache hat sich weltweit an allen globalen Aktienmärkten bewahrheitet. Mögliche Ursachen, warum die Wintermonate eine bessere Rendite abwerfen, könnten unter anderem Bonuszahlungen, Window Dressing und generelle ökonomische Muster sein. Auch wenn die saisonalen Renditen deutliche Unterschiede aufweisen, ist es ratsam, über das ganze Jahr hinweg investiert zu bleiben, da dies langfristig zu einer besseren Rendite führt. 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Anlageberater stehen Ihnen zur Abklärung konkreter Investitionsmöglichkeiten gerne zu Verfügung.


 
 
 
 
 
 
 
Nico Reckermann
Portfolio Advisory​


April

Im Spätzyklus investieren

  • Die Weltwirtschaft befindet sich im Spätzyklus.
  • In dieser Phase des Zyklus ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen.
  • Qualitätsaktien sind in diesem Marktumfeld zu bevorzugen.

Die Weltwirtschaft befindet sich im Spätzyklus. Die aktuellen Konjunkturindikatoren und makroökonomischen Daten zeigen dies auf breiter Front. Die Spätphase eines Konjunkturzyklus liegt am Ende einer Hochkonjunktur, und der Übergang zur nächsten Phase, die einen Abschwung bringt, ist schon vorgezeichnet.

Die vier Konjunkturphasen

Ein kompletter Konjunkturzyklus besteht aus den Phasen Aufschwung, Boom, Abschwung und Tiefphase. Wir befinden uns momentan auf der Schwelle zwischen der Boomphase und dem folgenden Abschwung. In der Hochkonjunktur sind die Produktionskapazitäten vollständig ausgelastet und es herrscht nahezu Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Durch die hohe Auslastung steigen die Löhne, was auch zu Preiserhöhungen führt. Infolgedessen steigen die Zinsen, sodass eine volkswirtschaftliche Überhitzung vermieden wird. Auf diese Phase folgt mit dem Abschwung der konjunkturelle Wendepunkt, und es kommt schliesslich zu einer Rezession.

Die US-Wirtschaft ist weit fortgeschritten im Konjunkturzyklus
Die Frühindikatoren zeigen zurzeit für die globale Wirtschaft immer noch ein leichtes Wachstum an. Das Zugpferd der Weltwirtschaft sind die USA. Die US-Wirtschaft befindet sich bereits im zehnten Jahr der Aufschwungsphase und verzeichnet damit einen ungewöhnlich langen Wachstumspfad. Dieser wurde durch verschiedene Steuermechanismen historisch geprägt und verlängert. Mittlerweile hat die US-Wirtschaft wohl bereits die Boomphase überschritten, die sich durch volle Auftragsbücher der Unternehmen, Vollbeschäftigung sowie steigende Löhne und Preise auszeichnet. Doch am Horizont ziehen einige schwarze Wolken auf. Die fiskalischen Impulse laufen aus, und die Unterstützung durch die Geldpolitik lässt nach. Deshalb wird die Volatilität an den Finanzmärkten zunehmen.

Was macht ein Qualitätsunternehmen aus?
Es gibt viele Unternehmenskennzahlen doch einige stechen heraus. Ein wichtiger Indikator ist die Marktposition eines Unternehmens, also sein Wettbewerbsvorteil in einem Absatzmarkt. Nur ein gutes Geschäftsmodell, dessen attraktive Produktpalette eine nachhaltige Entwicklung verspricht, kann eine stabile Wertschöpfungskette garantieren, welche die Marktposition rechtfertigt. Unabdingbar ist auch ein gutes Management, das die Strategie konsequent umsetzt. Ein gutes Geschäftsmodell sowie eine passende Strategie sind die besten Voraussetzungen, um die Profitabilität zu erhöhen, die Verschuldung auf einem niedrigen Niveau zu halten und den Cashflow zu steigern. Deswegen ist in der Phase des Spätzyklus genau auf die erwähnten Merkmale bei der Titelauswahl zu achten, um gegen den Abschwung gewappnet zu sein.


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für konkrete Empfehlungen steht Ihnen Ihr persönlicher Anlageberater gerne zur Verfügung. 


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Steve Pochop
Teamleiter Portfolio Management / Advisory ​​

März

Alternative im Tiefzinsumfeld – Investieren in Aktien mit hoher Dividendenrendite

  • Die SMI-Titel schütten in diesem Jahr ca. 38 Mrd. Franken an Dividenden – Rekord!
  • Dividenden leisten einen signifikanten Beitrag zur Gesamtperformance.
  • Schweizer Unternehmen sind finanziell gut aufgestellt, was zu nachhaltigen Dividendenauszahlungen führen wird.

Es ist wieder soweit: Die Dividendensaison steht vor der Tür. Es wird vermutet, dass die 20 grössten Unternehmen, die den Swiss Market Index repräsentieren, ca. 38 Mrd. Franken an die Eigentümer ausschütten. So viel Kapital wurde noch nie an die Aktionäre weitergegeben. Wir gehen davon aus, dass sich diese Dividendenentwicklung fortsetzen wird.

Dividenden leisten einen signifikanten Beitrag zur Gesamtrendite
Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld wird der Investor bei den Anleihen keine attraktiven Erträge finden. Dies führt dazu, dass Anleger in risikoreicheren Anlageklassen Ausschau nach Rendite halten. Wie wichtig Dividenden für den Gesamtertrag sind, zeigt sich in der Performanceentwicklung des Swiss Performance Index. Der Schweizer Gesamtmarkt-Aktienindex hat in den letzten 20 Jahren 180 Prozent an Wert gewonnen, wenn die Dividendenzahlungen miteinbezogen werden (Grafik 1). Wenn hingegen die Dividendenausschüttungen ausgeschlossen werden, hat der Swiss Performance Index nur 70 Prozent an Wert zugelegt.


Dividendenrendite im Vergleich zu den Obligationenrenditen weiterhin sehr attraktiv
Die durchschnittliche Dividendenrendite unter den dividendenstärksten Unternehmen im Schweizer Aktienmarkt liegt bei ca. 3 Prozent. Die Differenz zwischen der Dividendenrendite und den Schweizer Staatsobligationen ist im historischen Vergleich sehr hoch (Grafik 2). Wir sind der Meinung, dass diese Differenz auch in Zukunft Bestand haben wird, dies aufgrund der erwarteten nachhaltigen Dividendenzahlungen der Unternehmen und der nach wie vor sehr tiefen Zinssätze. Somit bleiben Dividendenaktien in diesem Tiefzinsumfeld weiterhin attraktiv und bieten für risikotolerante Investoren eine spannende Alternative zu den Obligationen.


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Anlageberater stehen Ihnen zur Abklärung konkreter Investitionsmöglichkeiten gerne zu Verfügung.


 
 
 
 
 
 
 
Nico Reckermann
Portfolio Advisory​

Februar

Wandelanleihen – Attraktive Anlagemöglichkeit bei einem unsicheren Marktumfeld

  • Wandelanleihen vereinen die Vorteile von Aktien und Anleihen
  • Asymmetrisches Anlageprofil: Unlimitierte Partizipation an Steigende Aktienmärkte, bedingter Kapitalschutz aufgrund Obligationenkomponente.
  • Wandelanleihen bieten ein herausragendes Risiko-Rendite-Profil: Tiefere Volatilität gegenüber Aktien mit ähnlicher Rendite
Die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist den letzten Monaten spürbar angestiegen. Die Finanzmärkte sehen sich zurzeit mit drei Hauptproblemen konfrontiert: der Abschwächung des Wirtschaftswachstums, dem unsicheren Ausgang bezüglich Brexit sowie den Spannungen bezüglich der Handelspolitik der zwei grössten Volkswirtschaften der Welt. In diesen unsicheren Zeiten ist es wichtig nach alternativen Anlagethemen Ausschau zu halten. Wir sind der Meinung, dass Wandelanleihen zurzeit eine interessante Anlagemöglichkeit bieten. 

Wandelanleihen verknüpfen die Sicherheit von Obligationen mit den Gewinnaussichten von Aktien. Infolgedessen partizipieren die Anleger zu ungefähr zwei Dritteln an einer gesamten positiven Kursentwicklung der zugrundeliegenden Aktie. Fallen hingegen die Aktienkurse, so geben die Kurse der Wandelanleihen meist nur zu einem Drittel nach und funktionieren wie ein theoretisches Sicherheitsnetz für die Anleger (siehe Abbildung). Das bedeutet: Wenn der Aktienkurs unter den vorher festgelegten Wandlungskurs fällt, sollte an der Anleihe festgehalten werden. Am Ende der Laufzeit werden der Nominalwert und der aufgelaufene Zinssatz zurückbezahlt.  Wenn die Aktienkurse über den Wandlungskurs steigen, empfiehlt es sich hingegen, das Wandlungsrecht auszuüben oder die Wandelanleihe mit Gewinn zu verkaufen.
 
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Anlageberater stehen Ihnen gerne für konkrete Investitionsmöglichkeiten in Wandelanleihen zu Verfügung. 

In einem schwierigen Markt verliert die Wandelanleihe weniger. Beispiel: Bayer AG



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Steve Pochop
Teamleiter Portfolio Management / Advisory​

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