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Anlagethema des Monats

Im stetigen Wandel der Finanzmärkte präsentieren wir Ihnen hier jeden Monat ein neues Anlagethema. Wir berichten darüber, was uns im vergangenen Monat bewegt hat und wo wir Veränderungen erwarten.

Für detailliertere Auskünfte oder die ausführliche Publikation «Anlagebarometer» kontaktieren Sie bitte Ihren Anlageberater.

2019

April

Im Spätzyklus investieren

  • Die Weltwirtschaft befindet sich im Spätzyklus.
  • In dieser Phase des Zyklus ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen.
  • Qualitätsaktien sind in diesem Marktumfeld zu bevorzugen.

Die Weltwirtschaft befindet sich im Spätzyklus. Die aktuellen Konjunkturindikatoren und makroökonomischen Daten zeigen dies auf breiter Front. Die Spätphase eines Konjunkturzyklus liegt am Ende einer Hochkonjunktur, und der Übergang zur nächsten Phase, die einen Abschwung bringt, ist schon vorgezeichnet.

Die vier Konjunkturphasen

Ein kompletter Konjunkturzyklus besteht aus den Phasen Aufschwung, Boom, Abschwung und Tiefphase. Wir befinden uns momentan auf der Schwelle zwischen der Boomphase und dem folgenden Abschwung. In der Hochkonjunktur sind die Produktionskapazitäten vollständig ausgelastet und es herrscht nahezu Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Durch die hohe Auslastung steigen die Löhne, was auch zu Preiserhöhungen führt. Infolgedessen steigen die Zinsen, sodass eine volkswirtschaftliche Überhitzung vermieden wird. Auf diese Phase folgt mit dem Abschwung der konjunkturelle Wendepunkt, und es kommt schliesslich zu einer Rezession.

Die US-Wirtschaft ist weit fortgeschritten im Konjunkturzyklus
Die Frühindikatoren zeigen zurzeit für die globale Wirtschaft immer noch ein leichtes Wachstum an. Das Zugpferd der Weltwirtschaft sind die USA. Die US-Wirtschaft befindet sich bereits im zehnten Jahr der Aufschwungsphase und verzeichnet damit einen ungewöhnlich langen Wachstumspfad. Dieser wurde durch verschiedene Steuermechanismen historisch geprägt und verlängert. Mittlerweile hat die US-Wirtschaft wohl bereits die Boomphase überschritten, die sich durch volle Auftragsbücher der Unternehmen, Vollbeschäftigung sowie steigende Löhne und Preise auszeichnet. Doch am Horizont ziehen einige schwarze Wolken auf. Die fiskalischen Impulse laufen aus, und die Unterstützung durch die Geldpolitik lässt nach. Deshalb wird die Volatilität an den Finanzmärkten zunehmen.

Was macht ein Qualitätsunternehmen aus?
Es gibt viele Unternehmenskennzahlen doch einige stechen heraus. Ein wichtiger Indikator ist die Marktposition eines Unternehmens, also sein Wettbewerbsvorteil in einem Absatzmarkt. Nur ein gutes Geschäftsmodell, dessen attraktive Produktpalette eine nachhaltige Entwicklung verspricht, kann eine stabile Wertschöpfungskette garantieren, welche die Marktposition rechtfertigt. Unabdingbar ist auch ein gutes Management, das die Strategie konsequent umsetzt. Ein gutes Geschäftsmodell sowie eine passende Strategie sind die besten Voraussetzungen, um die Profitabilität zu erhöhen, die Verschuldung auf einem niedrigen Niveau zu halten und den Cashflow zu steigern. Deswegen ist in der Phase des Spätzyklus genau auf die erwähnten Merkmale bei der Titelauswahl zu achten, um gegen den Abschwung gewappnet zu sein.


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für konkrete Empfehlungen steht Ihnen Ihr persönlicher Anlageberater gerne zur Verfügung. 


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Steve Pochop
Teamleiter Advisory ​

März

Alternative im Tiefzinsumfeld – Investieren in Aktien mit hoher Dividendenrendite

  • Die SMI-Titel schütten in diesem Jahr ca. 38 Mrd. Franken an Dividenden – Rekord!
  • Dividenden leisten einen signifikanten Beitrag zur Gesamtperformance.
  • Schweizer Unternehmen sind finanziell gut aufgestellt, was zu nachhaltigen Dividendenauszahlungen führen wird.

Es ist wieder soweit: Die Dividendensaison steht vor der Tür. Es wird vermutet, dass die 20 grössten Unternehmen, die den Swiss Market Index repräsentieren, ca. 38 Mrd. Franken an die Eigentümer ausschütten. So viel Kapital wurde noch nie an die Aktionäre weitergegeben. Wir gehen davon aus, dass sich diese Dividendenentwicklung fortsetzen wird.

Dividenden leisten einen signifikanten Beitrag zur Gesamtrendite
Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld wird der Investor bei den Anleihen keine attraktiven Erträge finden. Dies führt dazu, dass Anleger in risikoreicheren Anlageklassen Ausschau nach Rendite halten. Wie wichtig Dividenden für den Gesamtertrag sind, zeigt sich in der Performanceentwicklung des Swiss Performance Index. Der Schweizer Gesamtmarkt-Aktienindex hat in den letzten 20 Jahren 180 Prozent an Wert gewonnen, wenn die Dividendenzahlungen miteinbezogen werden (Grafik 1). Wenn hingegen die Dividendenausschüttungen ausgeschlossen werden, hat der Swiss Performance Index nur 70 Prozent an Wert zugelegt.


Dividendenrendite im Vergleich zu den Obligationenrenditen weiterhin sehr attraktiv
Die durchschnittliche Dividendenrendite unter den dividendenstärksten Unternehmen im Schweizer Aktienmarkt liegt bei ca. 3 Prozent. Die Differenz zwischen der Dividendenrendite und den Schweizer Staatsobligationen ist im historischen Vergleich sehr hoch (Grafik 2). Wir sind der Meinung, dass diese Differenz auch in Zukunft Bestand haben wird, dies aufgrund der erwarteten nachhaltigen Dividendenzahlungen der Unternehmen und der nach wie vor sehr tiefen Zinssätze. Somit bleiben Dividendenaktien in diesem Tiefzinsumfeld weiterhin attraktiv und bieten für risikotolerante Investoren eine spannende Alternative zu den Obligationen.


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Anlageberater stehen Ihnen zur Abklärung konkreter Investitionsmöglichkeiten gerne zu Verfügung.


 
 
 
 
 
 
 
Nico Reckermann
Portfolio Manager​

Februar

Wandelanleihen – Attraktive Anlagemöglichkeit bei einem unsicheren Marktumfeld

  • Wandelanleihen vereinen die Vorteile von Aktien und Anleihen
  • Asymmetrisches Anlageprofil: Unlimitierte Partizipation an Steigende Aktienmärkte, bedingter Kapitalschutz aufgrund Obligationenkomponente.
  • Wandelanleihen bieten ein herausragendes Risiko-Rendite-Profil: Tiefere Volatilität gegenüber Aktien mit ähnlicher Rendite
Die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist den letzten Monaten spürbar angestiegen. Die Finanzmärkte sehen sich zurzeit mit drei Hauptproblemen konfrontiert: der Abschwächung des Wirtschaftswachstums, dem unsicheren Ausgang bezüglich Brexit sowie den Spannungen bezüglich der Handelspolitik der zwei grössten Volkswirtschaften der Welt. In diesen unsicheren Zeiten ist es wichtig nach alternativen Anlagethemen Ausschau zu halten. Wir sind der Meinung, dass Wandelanleihen zurzeit eine interessante Anlagemöglichkeit bieten. 

Wandelanleihen verknüpfen die Sicherheit von Obligationen mit den Gewinnaussichten von Aktien. Infolgedessen partizipieren die Anleger zu ungefähr zwei Dritteln an einer gesamten positiven Kursentwicklung der zugrundeliegenden Aktie. Fallen hingegen die Aktienkurse, so geben die Kurse der Wandelanleihen meist nur zu einem Drittel nach und funktionieren wie ein theoretisches Sicherheitsnetz für die Anleger (siehe Abbildung). Das bedeutet: Wenn der Aktienkurs unter den vorher festgelegten Wandlungskurs fällt, sollte an der Anleihe festgehalten werden. Am Ende der Laufzeit werden der Nominalwert und der aufgelaufene Zinssatz zurückbezahlt.  Wenn die Aktienkurse über den Wandlungskurs steigen, empfiehlt es sich hingegen, das Wandlungsrecht auszuüben oder die Wandelanleihe mit Gewinn zu verkaufen.
 
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Anlageberater stehen Ihnen gerne für konkrete Investitionsmöglichkeiten in Wandelanleihen zu Verfügung. 

In einem schwierigen Markt verliert die Wandelanleihe weniger. Beispiel: Bayer AG



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Steve Pochop
Teamleiter Advisory​

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