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Allgemeine Bestimmungen​ zur Geschäftsbeziehung

Geltungsbereich 

1. Regelungsgegenstand und ergänzende Bestimmungen 

Die Allgemeinen Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung regeln, was allein aufgrund der Geschäftsbeziehung zwischen Bank und Kunde gilt, also unabhängig davon, welche Dienstleistungen oder Produkte der Kunde von der Bank bezieht.

Die Allgemeinen Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung werden ergänzt durch

  • allgemeine Bestimmungen zu den einzelnen Dienstleistungen oder Produkten. Sie gelten ohne separate Unterzeichnung durch den Kunden, sobald er diese Dienstleistungen oder Produkte benutzt, z. B. Konten oder Depots eröffnen lässt, das e-Banking braucht oder Karten verwendet;
  • Verträge, die der Kunde für einzelne Dienstleistungen separat unterzeichnet, wie z. B. Kreditverträge. 

Die allgemeinen Bestimmungen zu den einzelnen Dienstleistungen oder Produkten sind auf der Website der GLKB unter glkb.ch aufgeschaltet und werden dem Kunden auf Wunsch in Papierform zugestellt.

2. Keine abschliessende Regelung, Rangordnung, Korrektur nichtiger Bestimmungen

Die verschiedenen vertraglichen Regelungen der Bank können nicht alle sich stellenden Fragen beantworten. Vorbehalten
bleibt insbesondere ergänzend anwendbares Gesetzesrecht, soweit es den jeweils massgeblichen vertraglichen Regelungen
nicht zuwiderläuft.

Bei Widersprüchen zwischen den verschiedenen vertraglichen Regelungen geht die speziellere Regelung der allgemeineren vor.

Erweist sich eine Bestimmung als nichtig, weil sie zwingendem Recht widerspricht, ist sie durch eine Regel zu ersetzen, die
dem wirtschaftlichen Zweck der nichtigen Bestimmung möglichst nahekommt.

3. Künftige Änderungen von allgemeinen Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung oder zu den einzelnen Dienstleistungen und Produkten

Sollen die Allgemeinen Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung geändert werden, kündigt die Bank dies in geeigneter
Weise an. Der Kunde kann eine solche Änderung schriftlich innert 30 Tagen seit Ankündigung ablehnen. Darauf weist ihn

die Bank hin, wenn sie die Änderung ankündigt. 

Mit rechtzeitiger Ablehnung kündigt der Kunde die Geschäftsbeziehung; in diesem Fall gelten die bisherigen Allgemeinen
Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung bis zur Einlösung der noch offenen Verpflichtungen (z. B. Saldierung von Konten,
Rückzahlung eines Kredits) fort (siehe dazu Ziff. 24).

In gleicher Weise kann die Bank auch die allgemeinen Bestimmungen zu einzelnen Dienstleistungen oder Produkten ändern,
wenn dort nichts anderes vorgesehen ist.

II. Verhalten der Bank im Allgemeinen

4. Sorgfaltspflicht

Die Bank hat ihre Dienstleistungen mit geschäftsüblicher Sorgfalt zu erbringen. Abweichende Regelung vorbehalten, haftet
sie nicht, wenn sie diese Sorgfalt beachtet hat. 

5. Prüfung des Verfügungsrechts des Kunden

(Legitimation)
Die Bank prüft die Legitimation der Person, die sich als Kunde oder als dessen Vertreter ausgibt, mit geschäftsüblicher Sorgfalt. Lässt sie es daran fehlen, trägt sie den hieraus entstehenden Schaden.

Verletzt der Kunde die von ihm verlangte Sorgfalt (dazu Ziff. 20), sodass sich ein Dritter zu Unrecht als legitimiert ausgeben
konnte, trägt er den hieraus entstehenden Schaden.

Haben weder die Bank noch der Kunde ihre Sorgfaltspflicht verletzt, steht für die Tragung des Schadens im Vordergrund,
in wessen Einflussbereich es dazu gekommen ist, dass sich ein Dritter zu Unrecht als legitimiert ausgeben konnte.

6. Beschränktes Weisungsrecht des Kunden

Die Bank befolgt dem Grundsatz nach die Weisungen des Kunden. Sie ist dazu nicht verpflichtet, wenn die Bank erkennt,
dass sich der Kunde schädigen würde oder wenn die Bank eine Haftung, eine Sanktion oder einen anderen Nachteil riskieren
würde.

7. Kommunikation zwischen Kunde und Bank

Bankpost geht an die vom Kunden zuletzt angegebene oder akzeptierte Adresse, insbesondere und je nach Art der Sendung
die Postadresse oder das e-Banking-Postfach. 

Abweichende Anordnungen vorbehalten, darf die Bank mit dem Kunden auch per E-Mail kommunizieren. Die Bank empfiehlt allerdings, E-Mail nicht für vertrauliche Angaben wie z. B. die Kontonummer zu verwenden. 

Wird der Bank eine Weisung per E-Mail oder telefonisch erteilt, darf sie Massnahmen ergreifen, die nach ihrem Ermessen das Risiko, dass die Weisung nicht vom Kunden stammt, verringern, wie z. B. eine Weisung per Post oder e-Banking verlangen.

Die Bank kann Telefongespräche zwischen dem Kunden und ihr zur Beweissicherung und zur Sicherung der Qualität aufzeichnen.

8. Mängel bei Übermittlung oder Versand

Hat die Bank die gebotene Sorgfalt beachtet, gilt bei Mängeln in der Übermittlung oder im Versand das Folgende:

  • Bei telefonisch erteilten Weisungen, die nicht oder nicht mehr aufgezeichnet sind, ist massgeblich, wie die Bank die Weisung verstanden hat. Das Risiko eines Missverständnisses trägt der Kunde.
  • Das Risiko, dass eine per E-Mail erteilte Weisung im Netz verfälscht wurde, trägt der Kunde.
  • Eine Sendung gilt auch als zugestellt, wenn sie als nicht abgeholt oder infolge Wegzugs als nicht zustellbar retourniert
    wird.

9. Betriebszeiten, Betriebsausfälle, technische Störungen

Die Bank führt Aufträge des Kunden innerhalb der geschäftsüblichen Arbeitszeit aus. Nicht zu den geschäftsüblichen
Arbeitszeiten gehören die Wochenenden und die staatlich anerkannten Feiertage.

Kann die Bank Weisungen des Kunden infolge Betriebsausfällen oder technischer Störungen nicht rechtzeitig ausführen,
haftet sie dem Kunden gegenüber nicht, es sei denn, sie habe es an der geschäftsüblichen Sorgfalt fehlen lassen.


10. Geheimhaltung und Offenlegung der Geschäftsbeziehung

Die Bank macht in Beachtung des Bankkundengeheimnisses gegenüber Dritten keine Angaben zur Geschäftsbeziehung
mit einzelnen Kunden. Die Pflicht zur Geheimhaltung entfällt, soweit die Offenlegung gestützt auf das massgebliche Recht zulässig ist oder soweit die Bank mit Zustimmung des Kunden handelt.

Gestützt auf das massgebliche Recht ist die Offenlegung insbesondere im Rahmen der Revision (Prüfung der Jahresrechnung), der Finanzmarktaufsicht, der Bekämpfung der Geldwäscherei, des automatischen Informationsaustauschs (AIA), des Zivil- oder Strafprozessrechts und des Kindes- und Erwachsenenschutzes zulässig.

Mit Zustimmung des Kunden handelt die Bank, wenn sie Angaben zu Geschäftsbeziehungen macht, um die Ausführung von
Dienstleistungen zu ermöglichen, den Kunden zu schützen oder ihre berechtigten Interessen zu wahren, namentlich:
(1) zur Ausführung von Zahlungs- oder Börsenaufträgen des Kunden;
(2) zum Schutz des Kunden vor erheblichen Nachteilen, z. B. zur Vermeidung der Nachrichtenlosigkeit oder bei Anzeichen
einer Straftat zum Nachteil des Kunden; 
(3) zur Abwehr von Ansprüchen einschliesslich Sanktionen gegen die Bank;
(4) zur Durchsetzung von Forderungen der Bank, dies auch in den Fällen, bei denen es um einen Anspruch von geringer
Höhe geht oder bei denen der Kunde nicht Schuldner des Anspruchs ist, wobei im letzten Fall ein enger Zusammenhang
zwischen den offengelegten Daten und dem Anspruch bestehen muss;
(5) zur Anzeige einer Straftat, die zum Nachteil der Bank begangen worden ist;
(6) für den Beizug Dritter in Einzelfällen, wie z. B. Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, IT-Dienstleister, die der Bank Dienstleistungen anbieten;
(7) zur Auslagerung von Aufgaben an Dritte gemäss Ziff. 14. 

Diese Zustimmung ist für die Bank eine notwendige Voraussetzung für die Geschäftsbeziehung, wird vom Kunden hiermit erteilt und kann nicht widerrufen werden. Setzt die Offenlegung eine Abwägung der Interessen von Kunde und Bank voraus,
entscheidet die Bank nach ihrem sachgerechten Ermessen.

Typische Fälle von Offenlegungen sind im Dokument Offenlegung ausgeführt und auf der Homepage unter glkb.ch/agb
abrufbar. 

11. Bearbeitung von Kundendaten

In erster Linie bearbeitet die Bank Kundendaten, damit sie die Geschäftsbeziehung im Einklang mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehen und Bankdienstleistungen richtig erbringen kann. Zu diesen Bearbeitungen gehören z. B. die
Identifikation des Kunden und des wirtschaftlich Berechtigten, die Dokumentation von Weisungen des Kunden, die Angaben
zum Belasteten und zum Empfänger von Überweisungen, die Aufbewahrung der für eine ordnungsgemässe Buchführung
nötigen Belege, die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse zur Bekämpfung der Geldwäscherei, die Beurteilung
der Kreditwürdigkeit oder die Offenlegung von Kundendaten gemäss Ziff. 10. Soweit die Bank Kundendaten insbesondere
infolge Beizugs Dritter (Ziff. 10 Abs. 3 Ziff. 3) oder infolge Auslagerung (Ziff. 10 Abs. 3 Ziff. 7 und Ziff. 11) offenlegt, sorgt
sie dafür, dass diese Dritten einen geeigneten Datenschutz gewährleisten.

In zweiter Linie kann die Bank Kundendaten aus Gründen der Marktbearbeitung oder -forschung und der Statistik bearbeiten,
insbesondere um eine mögliche Nachfrage an Dienstleistungen erkennen und dem Kunden solche Dienstleistungen aus eigener Initiative anbieten zu können. Der Kunde kann solche Bearbeitungen ablehnen.

Bei der Bearbeitung können Daten insbesondere in Fällen der Offenlegung (Ziff. 10) ins Ausland übermittelt werden. Sie
unterstehen dann dem dort geltenden Recht, das andere Massstäbe zum Schutz der Daten anlegen und insbesondere eine
Weitergabe dieser Daten an lokale Behörden vorsehen kann. 

Soweit in die Bearbeitung Daten über Dritte einfliessen, ist es Sache des Kunden, den Dritten hierüber zu informieren und allenfalls nötige Zustimmungen einzuholen. Daten über Dritte können insbesondere bei der Feststellung, wer der wirtschaftlich Berechtigte oder Kontrollinhaber einer Kontobeziehung ist, oder bei der Kreditprüfung erhoben werden, z. B. bei Ermittlung der wirtschaftlichen Verhältnissen des Lebenspartners des Kunden oder bei Sicherungsgeschäften wie Bürgschaften oder der Errichtung eines Pfandrechts auf dem Vermögen Dritter.

Die Datenbearbeitung durch die Bank ist in der Datenschutzerklärung beschrieben, die auf der Website unter glkb.ch/agb
abrufbar ist. 

Der Kunde stimmt den hier dargelegten Regeln der Bearbeitung hiermit zu, soweit sie nicht schon infolge engen Zusammenhangs mit der von der Bank zu erbringenden Dienstleistungen zulässig sind.


12. Einsichtsrecht von Erben

Die Erben des Kunden haben, wenn sie von der Erbfolge nicht ausgeschlossen sind, das gleiche Einsichtsrecht, wie es der
Kunde hatte. Abweichende Vereinbarungen mit dem Kunden bleiben vorbehalten.

13. Kundenprofile und automatisierte Einzelentscheidungen

Kundenprofile sind das Ergebnis einer Auswertung von automatisiert bearbeiteten Kundendaten einschliesslich Daten über
Dritte, die in die Kundenbeziehung involviert sind. In die Auswertung können Angaben zur Person, zu den wirtschaftlichen
Verhältnissen oder zu persönlichen Merkmalen einfliessen. Kundenprofile können erstellt werden, um Abweichungen von
einem Verhaltensmuster zu erkennen (z. B. zur Bekämpfung des Risikos ertrogener Zahlungsaufträge), um die Bonität des
Kunden zu beurteilen oder um aktuelle oder voraussehbare Bedürfnisse des Kunden zu erkennen.

Kundenprofile können zu automatisierten Einzelentscheidungen führen. Das sind Entscheidungen, die ohne Involvierung
von Mitarbeitenden der Bank gefällt werden. Üblicherweise wird so entschieden, ob die Bank dem Kunden eine Dienstleistung oder ein Produkt zur Verfügung stellt oder nicht. Wird ein Kunde durch einen ablehnenden Entscheid erheblich beeinträchtigt, weist die Bank darauf hin, dass der Entscheid automatisch zustande gekommen ist.

Der Kunde stimmt diesen Formen der Datenbearbeitung hiermit zu.


14. Auslagerung

Unter Auslagerung wird die Übertragung grundlegender Aufgaben der Bank an Dritte verstanden. Dazu zählen z. B. der Druck und Versand von Bankpost, der Zahlungsverkehr, die Erstellung der IT-Infrastruktur bzw. der Einsatz von Banksoftware zur Kontoführung oder zur Beratung oder die interne Revision. Die Möglichkeit der Auslagerung ist für die Bank eine notwendige Voraussetzung für ihre Dienstleistungen. 

III. Grundsätzliches zu Konten und Depots

15. Die für Konten und Depots massgeblichen Bestimmungen

Die für Konten einschliesslich Depots massgeblichen Bestimmungen und Konditionen – insbesondere die nach Kontoart
variierende zeitliche Verfügbarkeit, Zinsen auf Guthaben und Sollpositionen, Gebühren, Fremdwährungen – gehören zu den
in Ziff.1 erwähnten allgemeinen Bestimmungen zu den einzelnen Dienstleistungen und Produkten. Diese massgeblichen
Bestimmungen sind unter glkb.ch/agb abrufbar, auf Wunsch in Papierform erhältlich (siehe Ziff. 1) und können gemäss
Ziff. 3 geändert werden. 


16. Kein Abtretungsrecht

Die Konto- und Depotbeziehung ist insbesondere aus Gründen der Bekämpfung der Geldwäscherei und wegen steuerrechtlicher Meldepflichten an die Person des Kunden gebunden. Der Kunde ist daher nicht berechtigt, die sich hieraus ergebenden Forderungen ohne Zustimmung der Bank abzutreten, und die Bank ist in einem solchen Fall nicht verpflichtet, eine ihr angezeigte Abtretung zu beachten.


17. Konten in Fremdwährung

Führt die Bank für Kunden Fremdwährungskonten, zieht sie eine Korrespondenzbank bei, die sie mit geschäftsüblicher
Sorgfalt auswählt und bei der sie in eigenem Namen, aber für Rechnung des Kunden Fremdwährungskonten führt. Diese Korrespondenzbank wird ihrerseits je nach Währung eine oder mehrere Korrespondenzbanken beiziehen.

Für die Fremdwährungsschuld der Korrespondenzbank haftet die Bank nicht. Der Kunde trägt daher insbesondere das
Risiko, dass eine Korrespondenzbank ausfällt oder dass die Guthaben bei der Korrespondenzbank wegen staatlicher Eingriffe nicht oder nur beschränkt verfügbar sind oder Guthaben durch Abgaben belastet werden. Die erwähnten Eingriffe
können allgemeiner Natur sein (z. B. Devisenausfuhrverbote) oder sich z. B. gegen die Bank oder eine Korrespondenzbank
richten.


18. Beziehungen, die auf mehrere Personen lauten

Sind mehrere Personen Inhaber eines Kontos oder Depots, sind sie Solidarschuldner, wenn aus dieser Beziehung Ansprüche
der Bank entstehen.

IV. Verhaltenspflichten des Kunden

19. Informationspflichten, Änderung der Verhältnisse 

Der Kunde verpflichtet sich, Fragen der Bank, die einen Einfluss auf die Geschäftsbeziehung haben können, wahrheitsgemäss und vollständig zu beantworten und bei Bedarf zu dokumentieren.

Zudem sichert er der Bank zu, dass er seinen Pflichten zur Deklaration seines Einkommens und Vermögens sowie seinen Offenlegungspflichten bei Transaktionen zu Effekten nachkommt.

Verändern sich Umstände, die für die Geschäftsbeziehung bedeutsam sind – z. B. Verlegung des Wohnsitzes, Änderung des
wirtschaftlich Berechtigten oder des Kontrollinhabers, Entzug einer Vollmacht –, hat der Kunde die Bank zeitnah zu informieren.

Soweit er diese Pflichten missachtet, hat er einen deswegen erlittenen Nachteil selbst zu tragen und die Bank, falls sie hieraus einen Nachteil erleidet, schadlos zu halten.


20. Sorgfalt beim Umgang mit Daten

Der Kunde geht mit Bankunterlagen, Kontodaten und Daten, die zum Nachweis des Verfügungsrechts gemäss Ziff. 5 dienen, so um, dass Unberechtigte keinen Einblick erhalten und das Risiko eines Missbrauchs so gut als möglich ausgeschlossen werden kann. Er sorgt dafür, dass die von ihm bevollmächtigten Personen die gleiche Sorgfalt anwenden. Die Bank empfiehlt insbesondere, vertrauliche Daten nur auf sicheren Wegen, insbesondere per Post oder e-Banking, zu übermitteln.

Lässt es der Kunde an der gebotenen Vorsicht fehlen, hat er den hieraus erlittenen Nachteil zu tragen.


21. Hinweis- oder Reaktionspflichten

Erteilt der Kunde der Bank einen zeitkritischen Auftrag, d. h. einen Auftrag, der bei verzögerter Ausführung zu einem erheblichen Schaden führen kann, weist der Kunde die Bank auf diesen Umstand hin.

Der Kunde hat die ihm zugestellten Dokumente der Bank (z. B. Kontoauszug, Anzeigen zu Börsengeschäften) auf ihre Richtigkeit zu prüfen und Fehler zu beanstanden. Geht binnen 30 Tagen seit Versand keine Beanstandung ein, gelten der angezeigte Kontostand bzw. die angezeigte Transaktion vermutungsweise, d. h. bis zum Nachweis des Gegenteils, als richtig
bzw. als weisungsgemäss ausgeführt.

Geht es um zeitkritische Transaktionen, muss die Prüfung so rasch erfolgen, dass die Bank, falls sie den Auftrag des Kunden
falsch ausgeführt hat, umgehend Massnahmen ergreifen kann.

Gehen dem Kunden Mitteilungen oder Dokumente, die er erwartet, auch mit einigen Tagen Verspätung nicht zu, teilt er
dies der Bank umgehend mit. 

Die Bank kann für Schaden, der bei rechtzeitiger Reaktion des Kunden hätte abgewendet werden können, eine Haftung ablehnen.

V. Verschiedenes

22. Gebühren für besondere Aufwendungen 

Die Bank kann für besondere Aufwendungen, einschliesslich Aufwendungen, die nach Beendigung der Geschäftsbeziehung
anfallen, eine angemessene Gebühr erheben, die insbesondere den nachgewiesenen Aufwand oder den durch die Bank pauschal veranschlagten Aufwand abgilt.

Zu solchen besonderen Aufwendungen zählen z. B. das Prüfen der Berechtigung bei Versterben eines Kunden, das Bearbeiten von Editionsbegehren von Behörden, die Zustellung von Auszügen oder Belegen über einen längeren Zeitraum oder Abklärungen im Zusammenhang mit Bekämpfung der Geldwäscherei.


23. Sicherungs- und Verrechnungsrecht

Die Bank hat an allen Vermögenswerten, die sie jeweils für Rechnung des Kunden bei sich selbst oder anderswo aufbewahrt,
zur Sicherung ihrer Forderungen ein Pfandrecht oder, wo ein solches nicht besteht, ein Zurückbehaltungsrecht. 

Bestehen die Vermögenswerte des Kunden in Forderungen gegen die Bank, hat die Bank ein Verrechnungsrecht.

Diese Rechte stehen der Bank auch für Forderungen zu, die erst im Verlauf der Zeit entstanden sind, die auf eine andere
Währung als die Gegenforderung lauten, die noch nicht fällig sind oder die auf einem Schaden beruhen, den der Kunde der
Bank ausserhalb der Geschäftsbeziehung zugefügt hat. Hat die Bank ein Pfandrecht, ist sie bei Verzug des Kunden nach ihrer Wahl zur Betreibung auf Pfandverwertung, d. h. Vollstreckung in das Pfand, oder zur Betreibung auf Pfändung
oder Konkurs, d. h. Vollstreckung in das gesamte Vermögen, oder zur freihändigen Verwertung berechtigt. Die freihändige
Verwertung setzt voraus, dass sich der Vermögenswert anhand eines Markt- oder Kurswerts oder sonst in einer Weise
festlegen lässt, die den Kunden nicht benachteiligt. Die Bank darf den Vermögenswert auch in eigenem Namen erwerben
(Selbsteintritt).


24. Kündigung der Geschäftsbeziehung

Kunde und Bank können die Geschäftsbeziehungen jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Mit der Kündigung fallen
aber die Allgemeinen Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung noch nicht dahin; sie bleiben vielmehr bis zur Erfüllung der
gegenseitigen Ansprüche anwendbar. 

Kündigungsfristen, die sich aus spezifischen Produkten oder Verträgen wie z. B. Kreditverträgen mit fester Laufzeit ergeben,
werden durch die Kündigung der Geschäftsbeziehung nicht verändert.

Kann die Bank die Vermögenswerte des Kunden nach Kündigung der Geschäftsbeziehung nicht übertragen, weil der
Kunde z. B. keine Instruktionen erteilt oder nicht erreichbar ist, darf sie Depotwerte oder ihr übergebene Sachen verwerten
oder gerichtlich hinterlegen. Eine Forderung des Kunden aus Kontoguthaben kann sie durch gerichtliche Hinterlegung erfüllen
oder dem Kunden mit Schuldanerkennung den Willen zur Erfüllung der Schuld erklären. Einen Zins schuldet sie in diesem Fall nicht.


25. Gerichtsstand, anwendbares Recht, Erfüllungsort

Die Geschäftsbeziehung des Kunden untersteht umfassend dem schweizerischen Recht, insbesondere dem schweizerischen
Obligationenrecht. Zwingendes Recht vorbehalten, ist ausschliesslicher Gerichtsstand für alle Verfahrensarten Glarus, ebenso der Erfüllungsort und Betreibungsort für Kunden ohne Wohnsitz bzw. Sitz in der Schweiz.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwendet die Glarner Kantonalbank nur die männlichen Formen.

AGB

Bestimmungen zum Zahlungsverkehr

1 Zustimmung des Kunden

Der Kunde, der über die Glarner Kantonalbank (GLKB) Zahlungen ausführen lässt, anerkennt die nachstehenden Bedingungen.

2 Geltungsbereich

Diese Bestimmungen zum Zahlungsverkehr gelten für Überweisungen in sämtlichen Währungen, die der Kunde mit e-Banking oder mit schriftlichem Zahlungsauftrag erteilt. Sie gelten nicht für Überweisungen, die mit Kredit-, Debit- oder Kundenkarten und im Lastschriftverfahren abgewickelt werden.

Diese Bestimmungen ergänzen die Allgemeinen Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung. Sie können ihrerseits durch spezifische Bestimmungen ergänzt werden, die auf der Website der GLKB aufgeschaltet werden.

3 Ausführung von Zahlungsaufträgen

3.1 Bei Inland-Zahlungen

Für die Ausführung eines Zahlungsauftrages müssen der GLKB folgende Angaben vorliegen

  • Name und Vorname bzw. Firma sowie Wohnsitz- / Sitzadresse des Kunden
  • IBAN oder Kontonummer des zu belastenden Kontos (Belastungskonto)
  • Name und Vorname bzw. Firma sowie Wohnsitz- / Sitzadresse des Begünstigten
  • IBAN oder Kontonummer des Begünstigten
  • Clearingnummer bzw. nationaler Bankcode oder BIC und/oder Name des Finanzinstitutes des Begünstigten
  • Überweisungsbetrag und Währung
  • Datum, an dem der Zahlungsauftrag ausgeführt werden soll
  • Datum und Unterschrift, wenn der Zahlungsauftrag nicht elektronisch erteilt wird. 

3.2 Bei Zahlungen ins Ausland

Bei Zahlungsaufträgen an Banken im Ausland ist zusätzlich zu Ziff. 3.1 Folgendes nötig:

  • Erklärung, ob der Kunde oder der Begünstigte die Spesen trägt oder jeder die Spesen seiner Bank trägt (Spesenteilung),
  • allenfalls je nach Zielland weitere Erklärungen, welche die Bank beim Kunden einholt.
    Lauten Zahlungsaufträge an Banken im Ausland auf Euro, werden sie nach dem SEPA-Standard (SEPA = Single Euro Payment Area) ausgeführt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
  • der Kunde macht die Angaben gemäss Ziff. 3.1
  • der Kunde entscheidet sich für die Spesenteilung,
  • die Bank des Begünstigten ist SEPA-Teilnehmer.

    Weitere Hinweise zum Zahlungsverkehr sind auf glkb.ch/zahlungsverkehr publiziert.

3.3 Ausführung

3.3.1 Grundsatz

Die GLKB ist zur Ausführung verpflichtet, wenn 

(i) alle notwendigen Angaben, insbesondere gemäss Ziff. 3.1 und Ziff. 3.2, vorliegen,

(ii) die Liquidität des Kunden reicht, d.h., wenn er in Höhe der zu überweisenden Summe ein frei verfügbares Guthaben auf dem Belastungskonto oder eine frei verfügbare Kreditlimite hat, und

(iii) der Überweisung nicht Normen des in- oder ausländischen Rechts entgegenstehen, z.B. ein Verbot zur Überweisung ins Ausland oder ein Verbot zur Überweisung an einen bestimmten Empfänger.

Ein Guthaben ist nicht frei verfügbar, wenn daran Rechte der GLKB oder Dritter bestehen, insbesondere wenn es verpfändet ist oder wenn es aufgrund amtlicher Anordnungen mit Beschlag belegt ist.

3.3.2 Beizug eines Dienstleisters

Die GLKB bearbeitet Zahlungsaufträge im Inland nicht selbst, sondern zieht dafür einen spezialisierten Dienstleister bei. Sie haftet dabei für die gebotene Sorgfalt bei der Auswahl und bei der Instruktion des Dritten (Art. 399 Abs. 2 OR).

3.3.3 Bearbeitungsdauer

Die GLKB führt eine in Auftrag gegebene Zahlung in der Regel innert drei Bankwerktagen aus.

Wann eine durch die GLKB ausgeführte Zahlung dem Konto des Begünstigten gutgeschrieben wird, hängt von der Bank des Begünstigten und den für die Überweisung zwischengeschalteten Korrespondenzbanken ab.

3.3.4 Vorgehen, wenn nicht alle Voraussetzungen erfüllt sind

Ist ein Zahlungsauftrag mangelhaft oder fehlen Angaben, ist die GLKB berechtigt, aber nicht verpflichtet, den Zahlungsauftrag so auszuführen, wie er vernünftigerweise gemeint sein muss. Insbesondere ist die GLKB berechtigt, aber nicht verpflichtet, einen Auftrag, der den Tag der Ausführung nicht nennt, so bald als möglich auszuführen.

Ob die GLKB einen Zahlungsauftrag trotz fehlender Liquidität ausführt, liegt in ihrem Ermessen.

Kann ein Auftrag erst zu einem späteren als dem vom Kunden gewünschten Datum ausgeführt werden, ist die GLKB berechtigt, aber nicht verpflichtet, den Auftrag auch dann noch auszuführen.

Kann die GLKB oder eine ihrer Korrespondenzbanken den Zahlungsauftrag nicht ausführen, informiert sie den Kunden und schreibt ihm den allenfalls bereits belasteten Betrag wieder gut.

3.3.5 Sammelauftrag

Sind bei einem Sammelauftrag die Voraussetzungen von Ziff. 3.3.1 nicht für jede einzelne Position erfüllt, hat die GLKB das Recht, den Auftrag insgesamt zurückzuweisen oder ihn nur bei jenen Positionen auszuführen, welche die Voraussetzungen erfüllen.

3.4 Usanzen

Art und Weise der Ausführung richten sich nach den Usanzen im Zahlungsverkehr. Einige Usanzen werden nachstehend beschrieben.

3.4.1 Kontrollen der Bank des Begünstigten

Die GLKB sichert nicht zu, dass die Bank des Begünstigten Kontrollen ausübt, mit denen Fehlüberweisungen vermieden werden können, indem die Bank des Begünstigten z.B. prüft, ob das Konto, dem die Gutschrift zukommen soll, wirklich auf den Begünstigten lautet.

3.4.2 Datum der Belastung

Besondere Umstände vorbehalten wird das Konto mit Wirkung ab jenem Tag belastet, an dem die Überweisung ausgeführt wird.

3.4.3 Beizug von Korrespondenzbanken

Geht die Zahlung ins Ausland, ist eine direkte Überweisung von der GLKB an die Bank des Begünstigten in der Regel nicht möglich. In diesem Fall wird die Zahlung über eine oder mehrere Korrespondenzbanken an die Bank des Begünstigten geleitet. Das Risiko, dass eine Korrespondenzbank ausfällt, trägt der Kunde, es sei denn, die GLKB habe bei der Auswahl der Korrespondenzbank die gebotene Sorgfalt missachtet.

3.4.4 Retournierung von Zahlungen

Kann eine von der GLKB ausgeführte Zahlung dem Begünstigten nicht gutgeschrieben werden, schreibt die GLKB den Betrag mit Wirkung ab dem Tag des Wiedereingangs dem Konto des Kunden wieder gut. Der Kunde trägt ein allfälliges Kurs- bzw. Währungsrisiko.

Beruht die Retournierung auf einem Mangel, den die GLKB beseitigen kann, ist sie ohne Rücksprache mit dem Kunden berechtigt, die Zahlung erneut auszuführen.

Die anfallenden Spesen werden dem Kunden belastet, es sei denn die GLKB habe die gebotene Sorgfalt missachtet.

3.5 Änderungen, Widerruf und Rückruf von Zahlungsaufträgen

Widerruft der Kunde einen Zahlungsauftrag, den die GLKB noch nicht ausgeführt hat, sorgt sie nach Möglichkeit dafür, dass der Auftrag nicht (weiter) verarbeitet wird.

Ist der Zahlungsauftrag bei der GLKB bereits ausgeführt worden, ruft die GLKB die Summe bei der beigezogenen Korrespondenzbank zurück. Ist die Summe dem Konto des Begünstigten bereits gutgeschrieben worden, ist für die Rückerstattung in der Regel die Zustimmung des Begünstigten erforderlich.

Für einen Widerruf wendet sich der Kunde persönlich an seinen Kundenberater oder an die Service Line.

4 Zahlungseingang

4.1 Gutschrift von Zahlungseingängen

Eine eingehende Zahlung schreibt die GLKB dem Konto gut, das auf den Begünstigten lautet und mit IBAN oder Kontonummer bezeichnet ist. Ist ein Auftrag ungenau oder unvollständig, ist die GLKB berechtigt, aber nicht verpflichtet, den eingegangenen Betrag so gutzuschreiben, wie sie den Auftrag in guten Treuen verstehen muss.

Eine Gutschrift kann durch regulatorische Vorschriften oder behördliche Anordnungen verzögert oder blockiert werden oder zu einer Rückweisung führen. Dies liegt ausserhalb des Einflussbereichs der GLKB.

4.2 Rückweisung von Zahlungseingängen

Lehnt die GLKB eine Gutschrift auf dem Konto des Kunden infolge widersprüchlicher Angaben oder aus anderen Gründen ab (z.B. Vorschriften, behördliche Verfügungen, aufgehobene Konto- oder Geschäftsbeziehungen), geht die eingegangene Zahlung zurück.

Dabei darf die GLKB den Beteiligten den Grund für die Rückweisung offenlegen (z.B. Saldierung des Kontos).

4.3 Recht auf Rückbelastung einer Gutschrift

Hat die GLKB dem Kunden irrtümlich, fehlerhaft oder gesetzeswidrig einen Betrag gutgeschrieben, darf sie dies mit Lastschrift rückgängig machen. Sie informiert den Kunden innert nützlicher Frist und in geeigneter Form.

5 Allgemeine Bestimmungen

5.1 Währungsumrechnung und Kursrisiko

Lautet eine für den Kunden bestimmte Zahlung auf eine Fremdwährung, schreibt die Bank dem Kunden den Betrag in dieser Währung gut, wenn er ein entsprechendes Fremdwährungskonto hat. Andernfalls wandelt sie die Fremdwährung in Schweizer Franken oder eine andere Fremdwährung um, in welcher der Kunde ein Konto führt.

Sinngemäss geht die GLKB vor, wenn sie im Auftrag des Kunden eine Zahlung in Fremdwährung vornehmen soll.

Die Fremdwährung wird am Tag der Gut- bzw. Lastschrift oder dem Bankwerktag davor gekauft bzw. verkauft.

5.2 Gebühren

Für den Zahlungsverkehr sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen wie z.B. Währungsumrechnungen erhebt die GLKB Gebühren und überwälzt Spesen, die ihr Dritte in Rechnung stellen. Die GLKB kann den ihr zustehenden Betrag einem beliebigen Konto des Kunden belasten.

Die Gebühren richten sich nach den Sätzen, die bei Erteilung eines Zahlungsauftrags gelten. Diese Sätze sind auf glkb.ch/preisübersicht unter «Preis- und Dienstleistungsübersicht» publiziert.

5.3 Änderungen

Die GLKB kann diese Bestimmungen jederzeit ändern. Sie weist auf Änderungen in geeigneter Weise hin. 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwendet die Glarner Kantonalbank nur die männlichen Formen.

Allgemeine Depotbedinungen

Die allgemeinen Depotbestimmungen ergänzen die AGB bezüglich Verwahrung und Verwaltung von Vermögenswerten in offenen oder geschlossenen Depots (im Folgenden «Depotwerte»).

Wichtige Bestimmungen, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, sind mit * gekennzeichnet. 

​1 Grundsätzliches 

1.1 Depotwerte

Depotwerte sind insbesondere: a)  Wertpapiere und Wertrechte (häufig als Bucheffekten ausgestaltet), b) Edelmetalle und Münzen, c) Geld- und Kapitalmarktanlagen, die nicht in Wertpapierform verbrieft sind, d) Dokumente und Wertgegenstände. Die Bank kann die Verwahrung von Depotwerten jederzeit ablehnen. Depotwerte sind vertretbar, wenn sie im Verhältnis zwischen Bank und Kunde nur nach Art und Zahl (z.B. börsenkotierte Aktien) oder nach Art und Gewicht (z.B. standartisierte Edelmetalle) bestimmt werden.  Depotwerte sind nicht vertretbar, wenn die Bank bei Rückgabe genau jene Sache schuldet, die ihr der Kunde überlassen hat (z.B. Schuldbriefe oder Wertgegenstände). Nicht vertretbare Depotwerte werden, falls sie der Kunde der Bank verschlossen übergibt (dazu Ziff. 4), im geschlossenen Depot verwahrt. 

1.2 Depotführung 

Die Bank erfasst im offenen Depot (Effektenkonto) Ein- und Ausgänge von Depotwerten und in der Regel im Verbindungskonto Gutschriften (z.B. aus Kapitalrückzahlungen, Zinsen, Dividenden usw.) und Belastungen (z.B. für Kauf von Bucheffekten, Kommissionen, Spesen, Steuern, Abgaben usw.). Die Bank sendet dem Kunden in der Regel per Jahresende einen Vermögensauszug der vorgenannten Konten, der auch angibt, ob Depotwerte im geschlossenen Depot aufbewahrt werden. Die im Vermögensauszug angegebenen Bewertungen von Anlagen beruhen in der Regel auf Kursen und Bewertungen, welche die Bank von Dritten bezieht und für die sie keine Gewähr bietet. 
Depotwerte, die der Bank für Rechnung des Kunden geliefert werden, werden dem Effektenkonto unter Vorbehalt des Eingangs zugeschrieben.  

B 1.3 Prüfung von Depotwerten

Die Bank ist berechtigt, nicht aber verpflichtet, die ins offene Depot eingelieferten Werte auf Echtheit und Sperrmeldungen zu prüfen oder durch Dritte im In- und Ausland prüfen zu lassen. In diesem Fall behält sich die Bank vor, Verkaufs- und Lieferaufträge sowie Verwaltungshandlungen erst nach abgeschlossener Prüfung und allfälliger Umregistrierung auszuführen. Die sich hieraus ergebenden Risiken bleiben beim Kunden.
 
2 Einzelheiten

2.1 Depotgebühren und Courtagen

Die Depotgebühren und Courtagen werden nach den jeweils geltenden Tarifen berechnet, die auf der Homepage der Bank zugänglich sind. Die Bank behält sich die jederzeitige Änderung der Tarife vor. Solche Änderungen sind dem Kunden in geeigneter und branchenüblicher Weise mitzuteilen.  

2.2 Art und Ort der Verwahrung *

Die Bank ist nicht verpflichtet, Depotwerte in eigenen Räumlichkeiten zu verwahren, sondern darf sie bei einem Dritten verwahren lassen (Drittverwahrer bzw. Drittverwahrung). Die Bank ist ohne gegenteilige Weisung berechtigt, vertretbare Depotwerte (Ziff. 1.1) verschiedener Kunden ungetrennt zu verwahren (Sammelverwahrung bzw. Verwahrung im offenen Depot) oder ungetrennt bei einem Dritten verwahren zu lassen (Sammelverwahrung durch einen Drittverwahrer).  Die Bank haftet nicht für Fehler des Drittverwahrers, wenn sie bei dessen Instruktion und Wahl die geschäftsübliche Sorgfalt anwendet, insbesondere einen Drittverwahrer wählt, der nach branchenüblicher Beurteilung Gewähr für die Erfüllung seiner Pflichten bietet. Bestimmt der Kunde den Drittverwahrer, hat die Bank dessen Eignung nicht zu prüfen.  

2.3 Umwandlung, Rückgabe, Auslieferung und Übertragung von Depotwerten *

Die Bank ist berechtigt, Depotwerte, die noch als Wertpapiere ausgegeben sind, auf Kosten des Kunden durch Wertrechte zu ersetzen.  Bei teilweiser Rückgabe (Auslosung) sammelverwahrter Depotwerte verteilt die Bank die ihr zugeteilten Werte unter die Kunden. Sie folgt bei dieser Zweitauslosung einer Methode, die allen Berechtigten eine gleichwertige Aussicht auf Berücksichtigung wie bei der Erstauslosung garantiert. Der Kunde ist berechtigt, Weisungen zur Übertragung oder Auslieferung der Depotwerte zu erteilen. Unzulässige Weisungen hat die Bank nicht zu befolgen (Allgemeine Bestiummungen zur Geschäftsbeziehung Ziff. 6). Unzulässig können Weisungen etwa aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, behördlicher Anordnungen, besonderer vertraglicher Rechte (wie Pfand-, Retentions- oder anderer Zurückbehaltungsrechte der Bank) oder aufgrund von Kündigungsfristen sein.  Auslieferung und Übertragung richten sich im Übrigen nach dem Recht und den Gegebenheiten am Ort der Verwahrung, insbesondere den dort üblichen Formalitäten und Fristen.  Der Transport sowie Versand von Depotwerten erfolgt auf Rechnung und Gefahr der Kunden. Fehlen besondere Weisungen seitens des Kunden, so nimmt die Bank Versicherung und Wertdeklaration nach eigenem Ermessen vor. 

2.4 Verwahrung im Ausland * 

Die Bank ist im branchenüblichen Umfang, insbesondere bei Depotwerten, die vorwiegend oder ausschliesslich im Ausland gehandelt werden, zur Verwahrung im Ausland berechtigt. Die Verwahrung im Ausland unterliegt den Gesetzen und Usanzen am Ort der Verwahrung. Die Rückgabe im Ausland verwahrter Depotwerte oder der Transfer des Verkaufserlöses können durch die ausländische Gesetzgebung verunmöglicht oder erschwert werden. In solchen Fällen ist die Bank nur verpflichtet, dem Kunden am Ort der ausländischen Verwahrungsstelle einen anteilsmässigen Rückgabe- oder Zahlungsanspruch zu verschaffen, sofern ein solcher besteht und übertragbar ist. Je nachdem, wo im Ausland Depotwerte verwahrt werden, besteht das Risiko, dass der Kunde nur gegen Offenlegung seines Namens und/oder des Namens des wirtschaftlich Berechtigten über die für ihn gehaltenen Depotwerte verfügen oder Zahlungen entgegennehmen kann (dazu auch Ziff. 2.8)

2.5 Eintragung bei Drittverwahrern und bei Registerstellen *

Die Bank ist berechtigt, die Depotwerte des Kunden beim Drittverwahrer im eigenen Namen, auf Rechnung und Gefahr des Kunden zu halten.  Lauten die Depotwerte (z.B. bei Namenaktien) auf den Namen, ist die Bank berechtigt, den Kunden ohne spezielle Ermächtigung und unter Vorbehalt anderer Weisung beim massgeblichen Register (z.B. dem Aktienregister) als Berechtigten eintragen zu lassen. Ist dies unüblich oder nicht möglich, kann die Bank die Werte auf Rechnung und Gefahr des Kunden auf ihren Namen oder auf den Namen eines Dritten eintragen lassen. 

2.6 Verwaltungshandlungen ohne besonderen Auftrag 

Die Bank besorgt ohne besonderen Auftrag des Kunden die üblichen Verwaltungshandlungen wie: a) den Einzug fälliger Zinsen, Dividenden, anderer Ausschüttungen sowie rückzahlbarer Titel, b) die Kontrolle über ausgeloste, gekündigte und vermisste Papiere nach den ihr zur Verfügung stehenden Unterlagen, c) den Umtausch und Bezug von Depotwerten ohne Wahlrecht des Kunden, d)  den Bezug neuer Couponbogen und den Umtausch von Interimsscheinen gegen definitive Titel, e) den Verkauf von nicht ausgeübten Bezugsrechten spätestens am letzten Tag des Handels. 

2.7 Verwaltungshandlungen auf besonderen Auftrag * 

Für alle übrigen Vorkehrungen zur Wahrung der mit den Depotwerten verbundenen Rechte liegt es am Kunden, Vorkehrungen zu treffen und Weisungen zu erteilen. Das gilt insbesondere für: a) den An- und Verkauf von in- und ausländischen Wertpapieren und Wertrechten, insbesondere im Zusammenhang mit öffentlichen Übernahmeangeboten, b) Konversionen, c) die Ausübung von Wandelrechten und Bezugsrechten oder deren An- bzw. Verkauf. Ohne hierzu verpflichtet zu sein, holt die Bank aufgrund der Informationen, die ihr branchenüblich vorliegen, nach Möglichkeit beim Kunden Weisungen ein.  Gehen Weisungen des Kunden nicht oder nicht rechtzeitig ein, so ist die Bank berechtigt, nicht aber verpflichtet, nach eigenem Ermessen auf Rechnung und Gefahr des Kunden, aber in dessen mutmasslichem Interesse zu handeln.  

2.8 Keine Informationsvermittlung der Bank zu Meldepflichten, Restriktionen, Steuerfolgen, Gerichtsverfahren usw.*

Weisungen des Kunden zu Erwerb oder Veräusserung von handelbaren Depotwerten wie Bucheffekten, die sich der Kunde nicht von der Bank hat empfehlen lassen, lösen keine Pflicht der Bank aus, Abklärungen zu Veräusserungs- oder Erwerbsrestriktionen, Steuerfolgen usw. einzuholen und den Kunden hierüber aufzuklären.  Ausserhalb einer Vermögensverwaltung ist es auch nicht Aufgabe der Bank, den Kunden über Gerichtsverfahren (insbesondere Sammelklagen), Meldepflichten usw. zu informieren.  Soweit die Bank im Einzelfall von sich aus auf solche ihr bekannten Umstände hinweist, begründet dies kein Vertrauen des Kunden, dass solche Hinweise vollständig sind oder bei künftigen Transaktionen automatisch angebracht werden.  Es ist daher ausschliesslich Sache des Kunden, sich die sachdienlichen Informationen zu beschaffen.
 
3 Vergütungen von Dritten  

3.1  Grund der Vergütung von Dritten 

Die Bank bietet ihren Kunden neben eigenen auch fremde Produkte (insbesondere Anlagefonds und strukturierte Produkte) an. Für den Vertrieb und die damit verbundenen Leistungen kann die Bank von den Produktanbietern Vergütungen erhalten wie Retrozessionen, Gebühren, (Bestandespflege-)Kommissionen, Rückerstattungen, Abschläge, Rabatte, Vertriebsentschädigungen. Solche Vergütungen betragen üblicherweise 0–0,6 Prozent (Geldmarktfonds, Immobilienfonds), 0–1 Prozent (Obligationenfonds) und 0– 1,6 Prozent (Aktienfonds, übrige Fonds) des investierten Vermögens pro Jahr. Weitere Angaben enthält das Dokument «Vertriebsentschädigungen» auf der Homepage der Bank, das von Zeit zu Zeit angepasst werden kann. Dieses Vergütungsmodell kann einen Anreiz schaffen, dass der Kundenberater Produkte auswählt oder empfiehlt, die Vergütungen auslösen oder erhöhen (z.B. Anlagefonds oder strukturierte Produkte anstelle von Aktien oder Obligationen). Dem wirkt die Bank insbesondere entgegen, indem sie einen Mindestumsatz von solchen Produkten durch den Kundenberater weder fordert noch finanziell fördert.  

3.2 Gebührenmodell der Bank, Vergütungen und Verzicht des Kunden auf Weitergabe *  

Bei der Festlegung der für das Depotgeschäft erhobenen Depotgebühren und Courtagen hat die Bank die vorerwähnten Vergütungen berücksichtigt. Ohne diese Vergütungen kann sie das Depotgeschäft weder kostendeckend noch mit angemessener Marge betreiben. Aufgrund dieser Angaben (inkl. der Angaben im Dokument «Vertriebsentschädigungen») verzichtet der Kunde auf eine Weitergabe der Entschädigungen an ihn. Vorbehalten bleiben besondere Vereinbarungen des Kunden mit der Bank sowie zwingende gesetzliche Bestimmungen.
 
 4 Bedingungen für verschlossene Depotwerte 

4.1 Verpackung 

Verschlossene Depotwerte müssen so plombiert oder versiegelt werden, dass das Öffnen ohne Verletzung der Plombe oder des Siegels nicht möglich ist. Die Umhüllung ist mit der Adresse des Kunden und mit einer Wertangabe zu versehen. 

4.2 Inhalt

Verschlossene Depotwerte dürfen weder entflammbare noch sonst gefährliche oder andere zur Aufbewahrung in einem Bankgebäude ungeeignete Gegenstände enthalten. Der Kunde haftet für jeden Schaden, der infolge Zuwiderhandlung gegen diese Bedingung entstehen sollte.  Die Bank behält sich das Recht vor, den Inhalt des Depots in Gegenwart des Kunden einzusehen. 

4.3 Haftung

Nimmt der Kunde die verschlossenen Depotwerte zurück, so hat er allfällige Beschädigungen an Plombe, Siegel oder Verpackung sofort zu rügen. Die Rückgabequittung des Kunden befreit die Bank von jeder Haftung. Die Bank haftet nur bis zur Höhe des deklarierten Wertes. 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwendet die Glarner Kantonalbank nur die männlichen Formen.

Bedingungen für die Benutzung von Karten und persönlichen Codes (PIN)

​Die folgenden Bedingungen ergänzen die AGB mit Blick auf die Verwendung von Karten.

Wichtige Bestimmungen, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, sind mit * gekennzeichnet. 

​1 Dienstleistungen 

Je nach Konto- und Kartenart bietet die Bank ihren Kunden verschiedene Dienstleistungen an: a) Kontokarte  Die Kontokarte ist ein Hilfsmittel zur raschen Abwicklung von Schaltergeschäften bei jeder Niederlassung der Bank sowie bei anderen Kantonalbanken, ohne dass der Karte dabei eine Legitimationsfunktion zukommt. b) Bankeigene Karte  Zusätzlich zur Funktion als Kontokarte bietet die bankeigene Karte dem Kunden die Möglichkeit, an den Geldausgabeautomaten der Bank täglich während 24 Stunden Bargeld zu beziehen, Informationen über den Kontostand und weitere Dienstleistungen zu beanspruchen. c) Bankfremde Karten  Zusätzlich zu den Funktionen der Konto- und der bankeigenen Karte können bankfremde Karten für weitere Dienstleistungen verwendet werden.  

2 Benutzerkreis 

Die Bank bestimmt, für welche Kontoarten Erst- und Zusatzkarten mit oder ohne persönlichen Code abgegeben werden. 

3 Persönlicher Code

Beim persönlichen PIN-Code handelt es sich um eine dem Karten- bzw. dem Kontoinhaber zugeteilte 4- bis 6-stellige Zahl, die der Bank nicht bekannt ist. Der PINCode ist einer bestimmten Karte zugeordnet.  Der Kartenberechtigte kann seinen PIN-Code selber ändern. Mit der Karte und dem dazugehörenden PINCode legitimiert sich jede Person gegenüber der Bank als verfügungsberechtigt.  

4 Sorgfaltspflichten des Kunden *

Der Kunde ist verpflichtet, seine Karte sorgfältig aufzubewahren und seinen PIN-Code geheim zu halten und vor Missbrauch zu schützen. Der PIN-Code darf insbesondere weder auf der Karte vermerkt noch in irgendeiner Form zusammen mit der Karte aufbewahrt werden.  Wenn Grund zur Annahme einer missbräuchlichen Verwendung der Karte und/oder des PIN-Codes besteht, muss dies der Kunde der Bank baldmöglichst mitteilen.  

5 Haftung * 

Die Bank haftet nicht, solange sie ihre Sorgfaltspflicht nicht oder nur leicht verletzt. Das Risiko einer Fälschung oder missbräuchlichen Verwendung von Karte und PIN-Code trägt der Kunde. Die Bank haftet hingegen, wenn sie ihre Sorgfaltspflichten mehr als nur leicht verletzt. Kommt eine Verletzung der Sorgfaltspflichten des Kunden hinzu, bestimmt sich die Haftung nach dem Verschulden.  

6 Geldbezüge/Zahlungen

Geldbezüge oder Zahlungen belasten das Konto, das der Karte zugeordnet ist. Sie sind durch individuelle Kartenlimiten begrenzt (z.B. maximal CHF 2'000.– pro Monat) und nur im Rahmen des Kontoguthabens zulässig. Die Bank hat das Recht, die Kartenlimite jederzeit zu ändern oder Höchstgrenzen für bestimmte Zeiten festzulegen.  

7 Verfügbarkeit der Geldausgabeautomaten der GLKB («Bancomat») * 

Die GLKB ist bestrebt, das System zum Betrieb der Bancomaten jederzeit verfügbar zu halten und vor Eingriffen Dritter zu schützen. Sie sichert aber weder die jederzeitige Verfügbarkeit noch die Richtigkeit und Vollständigkeit von Angaben (Saldi usw.), die über Bancomaten abgefragt werden, noch einen optimalen Schutz vor Eingriffen Dritter zu.  

8 Rückgabe der Karte 

Die Karte bleibt Eigentum der Bank. Bei Auflösung des Kontos, bei Tod, Konkurs, Zahlungs- oder Handlungsunfähigkeit des Karteninhabers sowie bei Verstoss gegen die vorliegenden Bedingungen ist die Karte umgehend an die Bank zurückzugeben. Bei Widerruf einer Vollmacht hat der Kontoinhaber für die Rückgabe der Karte des Bevollmächtigten zu sorgen. Kann die Karte nicht beigebracht werden, hat dies der Kontoinhaber umgehend der Bank mitzuteilen. Die Bank sperrt hierauf die Karte. Gegenüber der
Bank erlischt die Vollmacht mit der Rückgabe der Karte oder mit deren Sperre. Die Bank hat das Recht, die Karte jederzeit ohne Angabe von Gründen zurückzufordern. 

9 Verlust und Sperre * 

Der Verlust einer Karte und/oder des PIN-Codes ist unverzüglich der Bank zu melden. Bei einem Verlust einer Karte ist die Sperre auch ausserhalb der ordentlichen Geschäftszeiten der Bank zu veranlassen. Die Bank ist berechtigt, die Karte und/oder den PIN-Code jederzeit ohne vorgängige Bekanntgabe eines Grundes zu sperren. Der Kunde ermächtigt die Bank, im Falle von polizeilichen Ermittlungen, im Zusammenhang mit dem Verlust des PIN-Codes oder der Karte oder deren missbräuchlicher Verwendung den Behörden die erforderlichen Auskünfte über die Kundendaten zu erteilen. 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwendet die Glarner Kantonalbank nur die männlichen Formen.

Gewöhnliche elektronische Kommunikationswege und Kommunikation über die IT-Infrastruktur der Bank (e-Banking)

Wichtige Bestimmungen, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, sind mit * gekennzeichnet. 

1 Geltungsbereich * 

Die folgenden Bestimmungen enthalten ergänzende Regeln  

a) für die gewöhnlichen elektronischen Kommunikationswege über offene Netze (Fax, E-Mail, Mobiltelefon inkl. SMS, Messenger Services usw.),  b) für das Beziehen und Erbringen von Dienstleistungen über die IT-Infrastruktur der Bank (inkl. Kommunikation über diese IT-Infrastruktur, insbesondere mit SecureMail; e-Banking).  Die Bank kann Näheres über ihre Homepage/Informationsseiten innerhalb der IT-Infrastruktur regeln.

2 Gewöhnliche elektronische Kommunikationswege * 

Die Bank geht davon aus, dass sie im verkehrsüblichen Rahmen die gewöhnlichen elektronischen Kommunikationswege benutzen darf. Dabei beachtet sie die Vorsicht, die sie dem Kunden empfiehlt (Allgemeine Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung Ziff. 7). Vorbehalten bleibt der für die Bank gut erkennbare Wille des Kunden,  - entweder auf den empfohlenen Schutz zu verzichten, z.B. durch Aufforderung zur Übermittlung sensitiver Daten auf dem gewöhnlichen elektronischen Kommunikationsweg,  - oder sich besser zu schützen, z.B. durch Kommunikation ausschliesslich über die IT-Infrastruktur der  Bank oder die Weisung, E-Mails nur verschlüsselt zu senden; der Absender und der Empfänger verschlüsselter Daten bleiben auch so weiterhin erkennbar. Daten, die über ein offenes Netz gesandt werden, können im Ausland gespeichert werden, auch wenn sich Sender und Empfänger in der Schweiz befinden. Dem Kunden ist ferner bewusst, dass sich Dritte zu Daten, die auf dem Weg der gewöhnlichen elektronischen Kommunikation (Ziff. 1) übermittelt werden, Zugang verschaffen können.   Die Bank haftet nicht für Nachteile, die dem Kunden aus der Benutzung der gewöhnlichen elektronischen Kommunikationswege entstehen. 

3 Kommunikation über die IT-Infrastruktur der Bank 

Soweit im Folgenden vom Benutzer die Rede ist, ist der Kunde oder dessen Bevollmächtigter gemeint, der mit der Bank über deren IT-Infrastruktur kommuniziert; soweit im Folgenden von Dienstleistungen die Rede ist, sind Dienstleistungen gemeint, welche dieser Benutzer über die IT-Infrastruktur der Bank beziehen kann. 

3.1 Zugang zu den Dienstleistungen   

a) Grundsatz Die Bank öffnet dem Benutzer als Alternative zum Zugang über Post/Telefon einen Zugang über ihre IT-Infrastruktur. Sie schuldet ihm aber diesen Zugang nicht, sondern ist bestrebt, diesen Zugang, so gut es ihr möglich ist, offen bzw. ihre Internet-Plattform betriebsbereit zu halten. Der Zugang des Benutzers erfolgt (i) mit einem Mobiltelefon und/oder Computer oder einem anderen internetfähigen Endgerät (nachfolgend «Endgerät») unter Einsatz (ii) eines Providers und (iii) einer Software über (iv) ein offenes, jedermann zugängliches Netz (z.B. Internet, Telefonnetz, Kabel usw.; im Folgenden «Netz») zur (v) IT-Infrastruktur der Bank.  Die Bank kann den Zugang zu den Dienstleistungen bzw. den Betrieb der Internet-Plattform jederzeit, insbesondere bei Sicherheitsrisiken, Verdacht der Datenmanipulation oder wegen Wartungsarbeiten, sperren oder unterbrechen.  b) Individuelle Sperre Die Bank kann dem Benutzer den Zugang zudem sperren, wenn die elektronischen Dienstleistungen während 12 Monaten nicht mehr benutzt worden sind. Auf Antrag des Benutzers sperrt die Bank den Zugang, sobald der Antrag von der zuständigen Stelle bearbeitet werden kann, was in der Regel während der Geschäftszeiten der Fall ist. Der Benutzer muss diese Weisung unverzüglich schriftlich bestätigen.  

3.2  Legitimationsmittel (Selbstlegitimation) * 

Zugang zu den jeweiligen Dienstleistungen erhält, wer sich mit den nachfolgend festgelegten Legitimationsmitteln ausweist. Der Versand dieser Legitimationsmittel erfolgt an die der Bank bekannt gegebene Zustelladresse oder Telefonnummer des Benutzers. Der Benutzer hat die Entgegennahme der Legitimationsmittel sowie deren Verwendung zu überwachen. Das Risiko, dass eine unberechtigte Person die Legitimationsmittel verwendet, trägt er. Als Legitimationsmittel gelten: a)  die dem Benutzer von der Bank zugestellte Vertragsnummer (erstes Identifikationsmerkmal), b)  sein persönliches, selbst wählbares Passwort (zweites Identifikationsmerkmal) und c)  je nach Wahl des Kommunikationsmittels - der SMS-Code, der dem Benutzer nach Eingabe der ersten zwei Identifikationsmerkmale übermittelt wird, oder - das Mosaikbild, das mittels – auf dem mobilen Endgerät (Smartphone, Tablet o.ä.) – installierter CrontoSign Swiss App oder eines von der Bank zugelassenen Lesegerätes entschlüsselt wird (drittes Identifikationsmerkmal). Die Bank ist nicht zu einer weitergehenden Prüfung der Berechtigung verpflichtet. Sie hat aber jederzeit und ohne Angabe von Gründen das Recht, einen weitergehenden Nachweis der Berechtigung zu verlangen (z.B. durch Unterschrift, persönliche Vorsprache oder durch Transaktionsbestätigung bei Legitimationsmitteln, welche diese Option kennen) und Aufträge nicht auszuführen, solange dieser Nachweis nicht geleistet ist. 

3.3 Gebotene Sorgfalt beim Umgang mit Legitimationsmitteln * 

Der Benutzer hat das erste ihm von der Bank mitgeteilte Passwort (zweites Identifikationsmerkmal) unverzüglich nach Erhalt und später regelmässig zu ändern. Das Passwort darf nicht aus leicht ermittelbaren Kombinationen (wie Telefonnummer, Geburtsdatum, Autokennzeichen usw.) bestehen.  Der Benutzer hat das zweite und das dritte Identifikationsmerkmal voneinander getrennt aufzubewahren, geheim zu halten und gegen missbräuchliche Verwendung durch Unbefugte zu schützen. Insbesondere dürfen weder das zweite noch das dritte Identifikationsmerkmal ungeschützt auf dem Endgerät des Benutzers (z.B. Computer oder Mobiltelefon) abgelegt oder sonst wo aufgezeichnet werden. Ebenso wenig dürfen das zweite bzw. das dritte Identifikationsmerkmal Dritten ausgehändigt oder sonst zugänglich gemacht werden.  Muss der Benutzer befürchten, dass unberechtigte Dritte Kenntnis eines oder mehrerer Legitimationsmittel des Benutzers gewonnen haben, so hat er das entsprechende Legitimationsmittel unverzüglich zu wechseln bzw. zu ändern. Ist dies nicht möglich, hat er den Zugang zu den entsprechenden Dienstleistungen unverzüglich sperren zu lassen oder durch dreimalige Eingabe eines falschen Passwortes oder eines falschen Sicherheitscodes selbst zu sperren. Bei Benutzung der CrontoSign Swiss App dürfen keine vom Software-Hersteller verbotenen Betriebssystemänderungen (z.B. Jailbreak, Rooting o.ä.) vorgenommen werden. Ausserdem ist der Bezug der CrontoSign Swiss App nur aus den vom Software-Hersteller offiziell anerkannten App-Stores erlaubt.  

3.4 Schutzpflichten der Bank

Die Bank verpflichtet sich, zum Schutz des Benutzers ihre IT-Infrastruktur angemessen zu sichern und für die Nutzung der Dienstleistungen angemessene Sicherheitsmassnahmen einzusetzen, um das Risiko der Manipulation und der unbefugten Einsichtnahme gering zu halten. Was angemessen ist, ist nach dem Schutz zu beurteilen, den vergleichbare Banken üblicherweise bieten. Dessen ungeachtet kann die Bank dem Benutzer Folgendes nicht zusichern: den steten Zugang zur IT-Infrastruktur (bzw. zu den Dienstleistungen) und das richtige Funktionieren der IT-Infrastruktur, die Unverletzlichkeit der IT-Infrastruktur gegen Eingriffe Dritter, insbesondere durch unbefugte Einsichtnahme oder Manipulation von Daten. 

3.5 Sorgfalt, die der Benutzer im eigenen Interesse beachten muss* 

Es obliegt dem Benutzer, die von ihm zur Übermittlung bestimmten Daten auf Vollständigkeit und Richtigkeit hin zu überprüfen, die Ausführung von Aufträgen, die er der Bank erteilt hat, zu prüfen und eventuelle Beanstandungen zu erheben, beides so zeitnah, dass ein Schaden vermieden oder möglichst klein gehalten werden kann  (siehe dazu auch Allgemeine Bestimmungen zur Geschäftsbeziehung Ziff. 4), zu plausibilisieren, ob die Daten, die er von der Bank zu Konten oder Depots erhält (Kurse, Saldi, Auszüge), stimmen, zu prüfen, ob allgemein zugängliche Daten (Preise, Kurse), die er von der Bank erhält, stimmen, es sei denn, die Bank sichere die Verlässlichkeit dieser Daten explizit zu,  sich genügende Systemkenntnisse zu verschaffen (z.B. um Daten nicht ungeschützt auf der Festplatte zu speichern), Endgerät, Provider und Software, die er für den Zugang zu den Dienstleistungen nutzt, sorgfältig auszuwählen, und insbesondere nur Software aus vertrauenswürdigen Quellen und virenfreie Datenträger (USB-Sticks) zu verwenden, Sicherheitsrisiken generell zu minimieren, z.B. indem er die auf den Internetseiten der jeweiligen Dienstleister angebrachten oder ihm sonst zugänglichen Sicherheitsinformationen (auch solche der Bank auf ihrer Homepage) beachtet, sich auf dem aktuellen Stand der Technik hält und empfohlene Sicherheitsmassnahmen innert nützlicher Frist trifft (z.B. wirksame Antiviren- und Firewall-Programme einrichtet und erneuert und sein Passwort regelmässig wechselt). 

3.6  Risikobereiche und Haftung *

Sofern der Zugang zu den Dienstleistungen möglich ist (Ziff 3.1), ist ihre Beanspruchung im Wesentlichen mit folgenden Risiken verbunden, die den Parteien wie folgt zugeordnet sind: a) Risikobereich des Benutzers Die IT-Umgebung des Benutzers wird beschädigt, von Dritten eingesehen oder benutzt, oder Daten, die übermittelt werden sollen, werden auf der IT-Umgebung des Benutzers von Dritten manipuliert.  

b) Risikobereich der Bank

Die bei der Bank abgerufenen Daten sind nicht richtig. Die IT-Infrastruktur der Bank wird von Dritten eingesehen, oder Daten, die übermittelt werden sollen, werden auf der IT-Infrastruktur der Bank von Dritten manipuliert.

c) Gemeinsamer Risikobereich

Die von einer Partei übermittelten Daten werden ausserhalb der jeweiligen IT-Umgebung der Parteien von Dritten eingesehen oder manipuliert.  Schaden, den eine Partei aus Umständen erleidet, die in ihrem eigenen oder im gemeinsamen Risikobereich liegen, trägt diese Partei selbst. Schaden, den eine Partei aus Umständen erleidet, die im Risikobereich der anderen Partei liegen, hat die andere Partei nur zu ersetzen, soweit sie ihre Schutzpflicht erheblich verletzt hat (mehr als nur leichtes Verschulden) und dadurch zum Schaden massgeblich beigetragen hat. Für Schäden, welche die fordernde Partei durch den Einsatz angemessener Schutzmassnahmen (Geheimhaltung von Passwörtern, Verwenden von angemessenen Antiviren- und Firewall-Programmen inkl. Aktualisierung ihrer IT-Umgebung usw.) hätte vermeiden können, haftet die andere Partei nicht. Daher haftet die Bank nicht, wenn mangels Zugang zu den Dienstleistungen Aufträge nicht rechtzeitig ausgeführt werden können, sie Zahlungsaufträge ausführt, die im Risikobereich des Benutzers oder im gemeinsamen Risikobereich manipuliert worden sind, der Benutzer für Börsenaufträge auf unrichtige und von der Bank nicht garantierte Kurse abstellt, ohne diese überprüft zu haben. 

3.7 Vollmachten  

Der Kunde kann neben der gewöhnlichen Vollmacht (d.h. der Vollmacht für nicht elektronische Dienstleistungen) eine spezielle Vollmacht (d.h. eine Vollmacht zur Benutzung der elektronischen Dienstleistungen) erteilen.  Die spezielle Vollmacht gilt bis zum schriftlichen Widerruf; sie erlischt weder mit dem Tod noch dem Verlust der Handlungsfähigkeit. Der Widerruf der gewöhnlichen Vollmacht gilt nicht als Widerruf der speziellen Vollmacht; der Kunde muss auch die spezielle Vollmacht explizit widerrufen.  Die Bank haftet nicht für Schaden, der dem Kunden aus mangelnder Handlungsfähigkeit seiner Person  oder seiner Bevollmächtigten entsteht.  Die Bank muss eine Vollmacht nicht beachten, wenn sie eine Gefährdung der Interessen des Vollmachtgebers nicht ausschliessen kann. 

3.8 Ausländische Gesetze/Import- und Exportbeschränkungen * 

Der Benutzer nimmt zur Kenntnis, dass er mit der Benutzung der Dienstleistungen aus dem Ausland unter Umständen Regeln des ausländischen Rechts verletzen kann. Es ist Sache des Benutzers, sich darüber zu informieren. Die Bank lehnt diesbezüglich jede Haftung ab. Sollte der Benutzer die Dienstleistungen vom Ausland aus benutzen, nimmt er insbesondere in Kauf, dass es Import- und Exportbeschränkungen für die Verschlüsselungsalgorithmen geben kann, gegen die er gegebenenfalls verstösst. 

3.9 Kündigung

Bank und Benutzer können die Teilnahme an den jeweiligen Dienstleistungen jederzeit beenden. Die Kündigung ist schriftlich an die jeweils andere Partei zu richten. 

3.10 Leistungsangebot *

Die jeweils von der Bank angebotenen Dienstleistungen sind auf den entsprechenden Internetseiten der Bank umschrieben.  Die Bank behält sich jederzeitige Änderungen des Leistungsangebotes vor. Sie informiert den Benutzer in geeigneter Weise. 

3.11 Datenübermittlung bei auf SMS basierenden Dienstleistungen *

Beansprucht der Benutzer eine auf SMS basierende Dienstleistung (z.B. im Rahmen des Legitimationsverfahrens SMS-Code), nimmt er zur Kenntnis und erklärt sich damit einverstanden, dass die Bank die vom Benutzer ausgewählte Telefonnummer und die an ihn zu übertragenden Daten an die für den SMS-Versand notwendigen und in der Schweiz domizilierten Telekommunikationsunternehmen weiterleitet. 

3.12 Börsenaufträge * 

Börsenaufträge, die der Benutzer via Internet-Banking erteilt (im Folgenden «INBA-Börsenaufträge»), können nicht rund um die Uhr ausgeführt werden.  Erteilt der Benutzer INBA-Börsenaufträge, hat er die einschlägigen Normen, die für das jeweilige Geschäft und den jeweiligen Börsenplatz gelten, einzuhalten. Die Bank schuldet ihm hierbei weder Beratung noch Aufklärung, sondern beschränkt sich auf die Ausführung. Der Benutzer hat sich selbst zu vergewissern, dass er mit den Gepflogenheiten und Usanzen des Börsengeschäftes vertraut ist, insbesondere die Strukturen und Risiken der einzelnen Geschäftsarten kennt. Ohne die Verantwortung des Benutzers gemäss vorstehendem Absatz einzuschränken, ist die Bank berechtigt, Börsenaufträge zurückzuweisen oder zu stornieren, sofern diese mit den eben erwähnten einschlägigen Normen nicht in Einklang stehen. Der Benutzer verpflichtet sich, die jeweils gültige Broschüre «Besondere Risiken im Effektenhandel» sowie die in den Dienstleistungen des Internet-Banking enthaltenen Risikoinformationen zu konsultieren. 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwendet die Glarner Kantonalbank nur die männlichen Formen.

Zur Offenlegung von Kundendaten

 1  Offenlegung von Kundendaten bei Überweisungen

 (a)    Bei Überweisungen im Inland in Landeswährung

Damit die GLKB Ihre Überweisungsaufträge korrekt ausführen kann, ist es notwendig, Daten an die an der Transaktion Beteiligten weiterzuleiten. Dies sind:
  • In- und ausländische Finanzintermediäre wie Korrespondenzbanken und die Bank der Begünstigten
  • Organisationen, welche die Funktionsfähigkeit des Zahlungsverkehrs sicherstellen sollen, wie z.B. die SIX Interbank Clearing AG oder die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT)
  • Begünstigte im In- und Ausland
Betroffene Daten sind typischerweise Name, Adresse, IBAN, Kontonummer.

(b)    Bei Überweisungen mit Auslandsbezug

Bei Überweisungen ins Ausland und bei Inland-Überweisungen in Fremdwährung kann die GLKB verpflichtet sein, gegenüber den vorgenannten Finanzintermediären und Organisationen weitere Angaben zu machen. Solche Verpflichtungen können insbesondere aus Gründen der Bekämpfung der Geldwäscherei, des Steuer(straf)rechts oder der Durchsetzung internationaler Sanktionen entstehen. In diesem Fall muss die GLKB unter Umständen Angaben zum Hintergrund der Transaktion machen In Frage kommen z.B. Angaben zu Art und Dauer der Geschäftsbeziehung mit den Kunden, zur wirtschaftlichen Berechtigung usw.

 
2  Offenlegung von Kundendaten bei Transaktionen, die Wertschriften betreffen

Transaktionen über Effekten, die an einem bestimmten Handelsplatz zugelassen sind, unterstehen den Regeln dieses Handelsplatzes, einschliesslich des dort massgeblichen Rechts, das auch mit vertraglichen Regelungen auf die GLKB überwälzt werden kann (im Folgenden "massgebliches Recht"). Das gilt auch im Fall, dass die Effekten nicht direkt gehandelt werden, sondern nur als Basiswert für eine Derivatetransaktion dienen. Ferner kann bei Transaktionen über Finanzinstrumente, die nicht als Effekten ausgestaltet sind, das Recht am Sitz des Emittenten massgeblich sein.

Damit die GLKB Finanzmarkt- und Fremdwährungsgeschäfte ihrer Kunden ausführen kann, ist je nach massgeblichem Recht die Offenlegung der Kundendaten notwendig. Bei Transaktionsdaten ohne Auslandsbezug wird der Kunde oder der wirtschaftlich Berechtigte in aller Regel nicht namentlich genannt. Bei Transaktionen mit Auslandsbezug variieren die Offenlegungspflichten.
 
Beispiele für eine Offenlegung sind:
  • Die GLKB muss, wenn sie für Kunden Effekten oder Finanzinstrumente erwirbt oder veräussert, mit dem Händler/Handelsplatz die Daten austauschen;
  • Eine ausländische Unternehmung verlangt Auskunft über die Aktionäre;
  • Ein Betreiber einer Finanzinfrastruktur (z.B. eine Börse, ein Effektenabwicklungssystem, eine Organisation, welche die Funktionsfähigkeit des Zahlungsverkehrs sicherstellt) verlangt Auskunft über eine Transaktion;
  • Eine ausländische Behörde verlangt Auskunft zu Effekten, Finanzinstrumenten und Währungen, die in ihrem Land emittiert, gehandelt, abgerechnet, abgewickelt oder verwahrt werden.
Die GLKB legt so viel offen, wie sie als erforderlich erachtet. Sie kann auf dieser Grundlage insbesondere Auskunft geben,
  • wer die Transaktion in Auftrag gegeben hat;
  • auf wessen Name ein Konto oder Depot lautet;
  • wer am Konto wirtschaftlich berechtigt ist oder für den Kontoinhaber handeln darf;
  • wer am Depot oder an einzelnen Depotwerten wirtschaftlich berechtigt ist, die Stimmrechte daraus ausüben darf oder wer für den Depotinhaber handeln darf.
Zu diesen Personen können z.B. Name, Geburtsdatum, Nationalität, Adresse offengelegt bzw. Angaben betreffend Identifikationsdokumenten gemacht werden. In Bezug auf Konten und Depots können z.B. IBAN, Konto-/Depotnummern, Bestand an Effekten/Finanzinstrumenten bekannt gegeben oder Informationen zu Transaktionen gemacht werden.
 
3  Sonstiges 

Im Ausland bearbeitete Daten unterliegen dem jeweiligen ausländischen Recht, das unter Umständen die Weitergabe an ausländische Behörden erlaubt.

Über das Datenschutzniveau in anderen Staaten gibt eine Liste des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten, abrufbar unter www.edoeb.ch, Auskunft. Als nicht angemessen beurteilt der Datenschutzbeauftragte insbesondere das Schutzniveau in den USA, Australien und Singapur.

Informationen zu Gründen der Offenlegung enthält auch das Informationsblatt der Schweizerischen Bankiervereinigung.