Sign In

FinanceMission – ein soziales Engagement der Kantonalbanken

Engagement der Kantonalbanken

Die Kantonalbanken engagieren sich für die finanzielle Allgemeinbildung von Jugendlichen in der Schweiz. Gemeinsam mit den Lehrerverbänden der Deutschschweiz (LCH) und der Romandie (SER) haben die 24 Kantonalbanken den Verein FinanceMission gegründet. Der Verein verfolgt das Ziel, die Finanzkompetenz zu fördern und der Jugendverschuldung effektiv entgegenzuwirken.

Spielend den Umgang mit Geld lernen

Herzstück des Engagements ist «FinanceMission Heroes». Das digitale Lernspiel baut auf den Zielen der Lehrpläne auf und motiviert Jugendliche, sich mit Geld und Konsum vertieft auseinanderzusetzen. Das spannende Lehrangebot bildet gemeinsam mit ergänzenden Arbeitsheften ein attraktives Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe I und hilft Jugendlichen, finanzielle Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und bewusst zu treffen.

Einführung der Lehrmittel auf Kurs

Seit der Lancierung 2016 wird das Lernangebot von FinanceMission in der deutschsprachigen Schweiz entlang des Lehrplans 21 eingeführt. In der französischsprachigen Schweiz und im Tessin hat die Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse romande et du Tessin (CIIP) FinanceMission im Frühjahr 2018 als ergänzendes digitales Lernangebot anerkannt. Zudem begleiten Einführungs- und Weiterbildungskurse, Kick-off-Veranstaltungen und Präsentationen an Berufs- und pädagogischen Messen die Einführung in den Kantonen.

Weiterführende Links:
kantonalbank.ch/financemission
kantonalbank.ch/finanzen-im-griff
financemission.ch

Finanzwissen und Verschuldung in der Schweiz

In der Schweiz leben rund 40% der Bevölkerung in einem Haushalt mit mindestens einer Art von Schulden (ohne Hypotheken). Gemäss den Erhebungen des Bundesamts für Statistik (BFS) sind dabei Zahlungsrückstände – insbesondere für die Steuerrechnung und Krankenkassenprämien – die am häufigsten auftretende Verschuldungsart. Daneben sind Leasing, Klein- oder Konsumkredite, Verschuldung bei Familie oder Freunden sowie Kontoüberziehungen bei Bank oder Post weit verbreitet.

Verschuldung ist ein gesellschaftliches Problem. Wie die Statistik des BFS zeigt, sind arbeitslose Personen und Personen mit niedrigem Ausbildungsstand überproportional betroffen. Auch Jugendliche und junge Erwachsene von 18 bis 24 Jahren weisen ein überdurchschnittliches Verschuldungsrisiko auf. Rund 55% von ihnen leben in einem Haushalt mit mindestens einer Art von Schulden.

Für eine effektive Schuldenprävention ist daher eine frühzeitige Auseinandersetzung mit Geld und Konsum entscheidend. Es ist wichtig, dass junge Menschen früh den verantwortungsvollen Umgang mit Geld lernen und eine entsprechende Sensibilisierung erfahren. Je besser Finanzwissen und Verständnis für Budgetfragen sind, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, in finanzielle Nöte zu geraten.

Die Verbesserung der Finanzkompetenz ist auch Teil der aktuellen Lehrpläne der obligatorischen Schulen in der Schweiz (Lehrplan 21, Plan d'études romand, Piano di Studio della scuola dell'obbligo ticinese). Mit dem Angebot von FinanceMission schaffen die Kantonalbanken und die Lehrerverbände die Voraussetzung, dass ein umsichtiger Umgang mit Geld an der Schule in spannender Form vermittelt und gelernt werden kann.

Verein FinanceMission

Die Glarner Kantonalbank hat entschieden, sich für die Förderung der Finanzkompetenz von Jugendlichen zu engagieren. Gemeinsam mit den 23 anderen Schweizerischen Kantonalbanken und den Lehrerverbänden der Deutschschweiz und der Romandie (LCH Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, SER Syndicat des enseignants romands) gehört die GLKB zu den Gründungsmitgliedern des Vereins FinanceMission.

FinanceMission hat zum Ziel, Jugendliche für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld zu sensibilisieren und deren Finanzkompetenz zu fördern. Dafür stellt der Verein ein auf die Lehrpläne abgestimmtes, spielerisches und lehrreiches Angebot für den Schulunterricht zur Verfügung. FinanceMission berücksichtigt bei der Entwicklung dieser Lernmaterialien wichtige Aspekte der Fach- und Mediendidaktik.

Der Verein FinanceMission wurde Anfang 2016 gegründet und hat seinen Sitz in Zürich. Präsident des Vereins ist Beat W. Zemp, Ehrenpräsident des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz. Vizepräsident ist Hanspeter Hess, Direktor des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken. Daneben sind im Vorstand Samuel Rohrbach, Präsident des Syndicat des Enseignants Romands, Jean-Marc Haller, Generalsekretär des Syndicat des Enseignants Romands, Kathrine Balsiger von Gunten, Präsidentin Fachkommission Hauswirtschaft des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz und Prof Dr. Martin Brown, Professor für Bankwirtschaft an der Universität St. Gallen, vertreten. Dr. Manuel Wälti, Leiter des Lehrangebotes Iconomix der SNB, ist beratendes Mitglied des Vorstands. Bei der Entwicklung des Lernspiels und der zugehörigen Lernmaterialien werden weitere ausgewiesene Expertinnen und Experten beigezogen, welche die Qualitätsansprüche an das Lernangebot sicherstellen. Die Geschäftsführung des Vereins verantworten Andy Limacher von ProjektForum AG.

Lernspiel und Lernmaterialien

Das Herzstück von FinanceMission ist ein unterhaltsames, digitales Lernspiel. Dieses bildet gemeinsam mit ergänzenden, didaktischen Begleitmaterialien ein attraktives Lernangebot, das im Unterricht auf der Sekundarstufe I eingesetzt werden kann.

Mit dem Ziel, die in den Lehrplänen geforderten Finanzkompetenzen zu fördern und der Jugendverschuldung entgegenzuwirken, unterstützen der LCH und der SER den Einsatz von unterrichtsergänzenden Lernspielen zum Umgang mit Geld. «Lernspiele werden künftig auch an Schulen vermehrt eingesetzt. Schülerinnen und Schüler können damit einen Lerngegenstand spielerisch erfassen, was Spass macht und die Motivation erhöht, das Thema im Unterricht gezielt zu vertiefen», ist Beat W. Zemp, Präsident von FinanceMission, überzeugt.

«FinanceMission Heroes» – das Lernspiel von FinanceMission – entführt die Spielerinnen und Spieler in eine fiktive Stadt, welche von hinterlistigen Robos unter der Führung der bösartigen Dr. Violetta schikaniert wird. Einbrüche und Cyberattacken auf Bankkonten sind an der Tagesordnung. Doch dann formieren mutige Schülerinnen und Schüler eine Gegenbewegung. Als «Helden der Nacht» bekämpfen sie die Robos und setzen alles daran, Dr. Violetta das Handwerk zu legen.

Die Spielerinnen und Spieler schlüpfen in die Rolle einer Heldin/eines Helden und müssen in jeder Mission Gegner in zehn zufallsgenerierten Levels besiegen. Das Spiel ist als Strategiespiel konzipiert. Dank geschicktem Ressourcenmanagement und einer gut überlegten Wahl von Ausrüstungs- und Verbrauchsgegenständen können die steigenden Anforderungen im Kampf gegen die Robos bewältigt werden. Wesentlich ist, dass Schülerinnen und Schüler beim Kauf von neuen "Heldenutensilien" immer ihr Budget im Blick haben: Den Ausgaben für Equipment und notwendige Reparaturen stehen Einnahmen aus einem Nebenjob und aus erfolgreich absolvierten Missionen gegenüber. Daneben gilt es, die zur Verfügung stehende Zeit für Hausaufgaben, Arbeiten und Heldenmissionen optimal einzuteilen. Entscheidend für den Spielerfolg ist die Wahl der richtigen Strategie; spielerische Fähigkeiten – wie beispielsweise die Geschicklichkeit mit der Maus – sind dagegen nicht ausschlaggebend.

«FinanceMission Heroes» ist im Comic-Stil gestaltet. Auf explizite Gewaltdarstellung wird bewusst verzichtet. Das Spiel ist unterhaltsam und actionreich. Gleichzeitig zeigt es den Spielerinnen und Spielern die längerfristigen Konsequenzen ihrer (Budget-)Entscheidungen auf. Für den Einsatz als Lehrmittel an Schweizer Schulen wurden parallel zum Spiel stufengerechte Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I (13–16-Jährige) entwickelt. Die Unterrichtsmodule und Arbeitsblätter erlauben eine begleitende Auseinandersetzung im Schulunterricht: Gewählte Strategien und Anschaffungen werden diskutiert, kritisch hinterfragt und auf Situationen aus dem Lebensalltag der Jugendlichen übertragen. Schülerinnen und Schülern eröffnet sich so eine neue Perspektive auf ihren Umgang mit Finanzen, und sie schärfen ihr Bewusstsein in Bezug auf ihr persönliches Konsumverhalten.

In einer Weiterentwicklung des digitalen Lernspiels werden neue Lernmodule zu verschiedenen Finanzthemen wie Sparen, Kredit und Verschuldung, Folgekosten, Zahlungsmethoden sowie Online Shopping angeboten.

Lehrpersonen können die Unterrichtsmaterialien frei beziehen auf www.financemission.ch.

Das Game «Heroes» von FinanceMission können Jugendliche, Lehrkräfte, Eltern und weitere Interessierte kostenlos über financemissionheroes.ch oder direkt über «Google Play» und «App Store» herunterladen.

Einführung der Lehrmittel auf Kurs

Seit der Lancierung 2016 wird das Lernangebot von FinanceMission in der deutschsprachigen Schweiz entlang des Lehrplans 21 eingeführt. In der französischsprachigen Schweiz und im Tessin hat die Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse romande et du Tessin (CIIP) FinanceMission im Frühjahr 2018 als ergänzendes digitales Lernangebot anerkannt. Zudem begleiten Einführungs- und Weiterbildungskurse, Kick-off-Veranstaltungen und Präsentationen an Berufs- und pädagogischen Messen die Einführung in den Kantonen. Mittlerweile wurde FinanceMission in 18 Kantonen erfolgreich implementiert. Über 1000 Lehrpersonen liessen sich in Weiterbildungs- und Informationskursen schulen und setzen das Lernmittel zur Vermittlung von Finanzkompetenz ein.

Engagement der Kantonalbanken

Die Glarner Kantonalbank will mit FinanceMission einen Beitrag zur finanziellen Allgemeinbildung in der Schweiz leisten. Mit ihrem Engagement nimmt die GLKB ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahr und leistet einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Allgemeinbildung von Jugendlichen. Dabei orientiert sie sich an den ethischen Grundsätzen von FinanceMission. Die Kantonalbanken verzichten darauf, Einfluss auf das Lernangebot zu nehmen und betreiben keine Produktewerbung oder Kundenakquise.